Dienstag, 8. September 2026

Zum Tag der pflegenden Angehörigen am 08. September

Pflege muss zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe werden




Zum Tag der pflegenden Angehörigen am 8. September mahnt der Bundesverband pflegender Angehöriger an, dass Pflege angesichts des Pflegefachkräftemangels, der demographischen Entwicklung und der Überlastung der pflegenden Angehörigen zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe werden muss. 

„Wir fordern eine gesamtgesellschaftliche Debatte über den Stellenwert eines guten und würdevollen Pflegesystems in unserer Gesellschaft. Pflege darf nicht zum überwiegenden Teil auf den Schultern von Angehörigen abgeladen werden“, sagt Prof. Dr. Notburga Ott, Vorständin des Bundesverbands wir pflegen e.V., der Interessensvertretung und Selbsthilfeorganisation pflegender Angehöriger.  

„Damit pflegebedürftige Menschen würdevoll unterstützt und versorgt und pflegende An- und Zugehörige angemessen abgesichert und entlastet werden, ist es notwendig, nicht nur die finanziellen Aspekte der Pflegeversicherung in den Blick zu nehmen. Es müssen vielmehr Strukturen und Verantwortlichkeiten des Pflegesystems rechtlich und gesellschaftlich neu gedacht werden“, ergänzt Heinrich Stockschlaeder, Vorstand des Bundesverbandes wir pflegen e.V. mit Verweis auf die Stellungnahme von wir pflegen zum Bericht der Bundesregierung „Zukunftssichere Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung“.

Dringend notwendig sei angesichts der begrenzten professionellen Pflege- und Betreuungskräfte und der Überlastung der pflegenden Angehörigen die Klärung der Frage, für welche Aufgaben und Personenkreise personelle und finanzielle Ressourcen eingesetzt werden müssen. Nach Erkenntnissen von wir pflegen e.V. wird es insbesondere für schwerstpflegebedürftige Menschen immer schwieriger, Unterstützung durch professionelle Pflegeanbieter zu erhalten. Diese Menschen und ihre Angehörigen sind aber auf Hilfe angewiesen. In Anbetracht der Begrenzungen sei der Aufbau von Netzwerken und Kooperationen aus professioneller Pflege, Pflege durch An- und Zugehörige, Ehrenamt, Nachbarschaftshilfe oder kommunalen zivilgesellschaftlichen Angeboten im Sinne des Aufbaus von Caring Communities unabdingbar, so der Verband.

In seiner Stellungnahme fordert der Verband einen Perspektivenwechsel weg von einer Defizitorientierung hin zu einer personenzentrierten Sichtweise. Das Ziel muss ein Pflegesystem sein, das pflegebedürftige Menschen dabei unterstützt, ein möglichst selbstbestimmtes und selbständiges Leben zu führen, ohne die Angehörigen zu überlasten.

Sonntag, 16. August 2026

Young Carer: Wenn Kinder Angehörige pflegen

Wird die Belastung zu groß, können Schulleistungen und Gesundheit leiden


Foto: DJD/compass private pflegeberatung


(DJD). Morgens früh aufstehen, Frühstück machen, Papa die Medikamente geben und die kleine Schwester in die Kita bringen. Nach der Schule aufräumen, Wäsche waschen und dann als Begleitung mit zum Arzttermin: So oder ähnlich kann der Alltag von Kindern und Jugendlichen aussehen, die ein Familienmitglied pflegen. Und es sind viele. Laut einer Studie der Universität Witten-Herdecke im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums trugen 2018 fast 480.000 junge Menschen Pflegeverantwortung – statistisch sitzen damit in jeder Schulklasse zwei der sogenannten Young Carer.


Überlastung gefährdet Bildung und Gesundheit

Für die Kinder und Jugendlichen kann die Pflege zu einer hohen Belastung werden, aber auch positive Aspekte haben. So entwickeln sie oft eine ausgeprägte Sozialkompetenz und erleben familiäre Bindungen als besonders eng und tragfähig. Bleibt aber dauerhaft zu wenig Zeit für Schule, Lernen, Freundschaften, Hobbys und das „eigene Leben“, können Gesundheit, Bildungschancen und Sozialleben der Young Carer stark beeinträchtigt werden. „Die Auswirkungen sind sehr individuell und hängen immer auch vom Ausmaß der Pflegetätigkeiten ab“, weiß Diana Wasser von der Pflegeberatung compass. „Während es zum Beispiel völlig in Ordnung sein kann, einmal pro Woche kleine Erledigungen für Oma zu machen, wird die Belastung für das Kind einer alleinerziehenden pflegebedürftigen Mutter möglicherweise schnell viel zu hoch.“ Oft bleibt das jedoch lange unbemerkt, denn die Betroffenen ziehen sich eher zurück, als proaktiv Hilfe zu suchen. Ein sensibles Umfeld ist deshalb ausschlaggebend. 

Ein offenes Ohr bei der Pflegeberatung

Für das Identifizieren und Unterstützen junger Pflegender spielt die Pflegeberatung oft eine wichtige Rolle: „Wir nehmen generell immer alle Familienangehörigen mit in den Blick, auch Kinder und Jugendliche“, erklärt Diana Wasser. Wird eine Überlastung sichtbar, empfehlen die Beraterinnen und Berater passende Entlastungsangebote in der Region sowie Stellen, an denen betroffene Jugendliche sich untereinander austauschen können. Auf eine Pflegeberatung haben Pflegebedürftige und ihre An- oder Zugehörigen gesetzlichen Anspruch. compass etwa ist für privat Versicherte zuständig und bietet zusätzlich kostenfreie telefonische Beratung für alle unter der Service-Nummer 0800 - 101 88 00 an, darüber hinaus stehen unter www.pflegeberatung.de mehr Informationen und ein Chat-Bot bereit. „Insgesamt ist es wichtig, ein besonderes Augenmerk auf junge Menschen mit Pflegeverantwortung zu richten und eine vertrauensvolle Kommunikation aufzubauen“, betont die Pflegeberaterin. „Denn sie brauchen Beistand und ein offenes Ohr, um sich gesund zu entwickeln.“

Dienstag, 11. August 2026

Demenz? Gut zu wissen!

Neue kostenlose Broschüre der Deutschen Alzheimer Gesellschaft gibt Orientierung für Betroffene und Angehörige



Was bedeutet eine Demenz-Diagnose? Woran lässt sich eine beginnende Demenz erkennen? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es – und wie kann das Leben mit Demenz gut gestaltet werden? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt die neue Broschüre der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) „Demenz? Gut zu wissen! Verstehen, helfen, gemeinsam handeln“. Der kompakte Ratgeber bündelt grundlegendes Wissen über Demenzerkrankungen und zeigt konkrete Möglichkeiten auf, wie Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen Unterstützung finden und den Alltag gestalten können. An vielen Stellen kommen dabei Menschen mit Demenz selbst zu Wort.

Demenz verstehen, Unsicherheit abbauen

Eine Demenz wirft bei Betroffenen und Angehörigen häufig viele Fragen auf. Die neue Broschüre erklärt verständlich, was unter einer Demenz zu verstehen ist, welche Ursachen es gibt und welche Symptome und Verläufe bei unterschiedlichen Demenzerkrankungen auftreten können. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, wann Gedächtnisprobleme Anlass für eine ärztliche Abklärung geben. Die Broschüre beschreibt unter anderem elf mögliche Warnsignale einer beginnenden Demenz – darunter Gedächtnisstörungen, Orientierungsprobleme, Schwierigkeiten bei alltäglichen Aufgaben und Veränderungen von Verhalten oder Stimmung.

Was tun nach einer Demenz-Diagnose?

Eine Demenz-Diagnose verändert vieles – aber sie bedeutet nicht, dass ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben nicht mehr möglich ist. Die Broschüre gibt Anregungen, wie Menschen mit Demenz ihren Alltag gestalten, mobil bleiben, ihre Freizeit aktiv nutzen und mit der Diagnose umgehen können. Eine eigene Checkliste fasst wichtige Schritte zusammen, die nach einer Demenz-Diagnose hilfreich sein können.

Auch Angehörige brauchen Unterstützung

Eine Demenz betrifft nie nur die erkrankte Person. Auch Partnerinnen und Partner, Kinder, Freunde und andere Angehörige stehen vor neuen Herausforderungen. Die Broschüre beschreibt, wie Kommunikation und Umgang mit Menschen mit Demenz gelingen können und welche Möglichkeiten der Entlastung bestehen.

Vorgestellt werden unter anderem Beratungsstellen, Angehörigengruppen, Schulungen, Betreuungsangebote, Besuchsdienste, ambulante Pflegedienste, Tages- und Kurzzeitpflege sowie weitere Unterstützungsangebote. Auch wichtige rechtliche und finanzielle Themen wie Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Pflegeversicherung und Schwerbehindertenausweis werden verständlich erklärt.

„Eine Demenz-Diagnose wirft viele Fragen auf. Gute Informationen können dabei helfen, Ängste abzubauen und die nächsten Schritte zu planen. Unsere neue Broschüre soll Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen dabei unterstützen, sich zu orientieren und die passende Hilfe zu finden“, sagt Swen Staack, 1. Vorsitzender der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.

Früh informieren, Unterstützung nutzen

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft empfiehlt Menschen, die mit einer Demenz-Diagnose konfrontiert sind, sich möglichst frühzeitig beraten zu lassen. Neben medizinischen Ansprechpartnern können insbesondere regionale Alzheimer-Gesellschaften und andere Beratungsangebote eine wichtige Unterstützung sein. Auch das Alzheimer-Telefon der Deutschen Alzheimer Gesellschaft bietet Informationen und Orientierung.

Die neue Broschüre möchte dabei ein erster Wegweiser sein: Sie vermittelt Grundlagenwissen, gibt konkrete Handlungsempfehlungen und verweist auf weiterführende Hilfen.

Broschüre kostenlos verfügbar

„Demenz? Gut zu wissen! Verstehen, helfen, gemeinsam handeln“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, 1. Auflage 2026, ist in gedruckter Form und als barrierefreies PDF kostenlos erhältlich.

Download der Broschüre:
„Demenz? Gut zu wissen!“ – PDF der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

Bestellung der gedruckten Ausgabe:
DAlzG-Shop – „Demenz? Gut zu wissen!“

Dienstag, 30. Juni 2026

Senioren und Hitze

Warum ältere Menschen besonders geschützt werden sollten





Der Sommer bringt viele Menschen Freude – Sonne, Wärme und die Möglichkeit, viel Zeit im Freien zu verbringen. Doch für Senioren kann die Hitze auch eine ernsthafte Belastung darstellen. Ältere Menschen sind besonders anfällig für gesundheitliche Probleme durch hohe Temperaturen. In diesem Blogbeitrag möchten wir darauf eingehen, warum Senioren hitzeempfindlicher sind und welche Maßnahmen sie ergreifen können, um sicher durch die heißen Tage zu kommen.

Warum sind Senioren hitzeempfindlicher?

Mit zunehmendem Alter verändert sich der Körper in vielerlei Hinsicht. Die Fähigkeit, die Körpertemperatur zu regulieren, nimmt ab. Das bedeutet, dass ältere Menschen oft weniger schwitzen und damit schlechter Wärme abgeben können. Außerdem leiden viele Senioren an chronischen Erkrankungen wie Herz- oder Kreislauferkrankungen, die durch Hitze verschlimmert werden können.

Zusätzlich kann die Einnahme bestimmter Medikamente, zum Beispiel Diuretika oder blutdrucksenkende Mittel, das Risiko für Dehydrierung erhöhen. Oft trinken ältere Menschen auch weniger, weil das Durstgefühl nachlässt oder weil sie aus Angst vor nächtlichem Harndrang den Wasserkonsum einschränken.

Die Folgen von Hitze bei Senioren

Zu den häufigsten hitzebedingten Gesundheitsproblemen gehören Hitzeschlag, Hitzeerschöpfung und Kreislaufprobleme. Diese Zustände können lebensgefährlich sein, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Verwirrtheit oder ein sehr hoher Puls sollten daher ernst genommen werden.

Tipps für Senioren im Umgang mit Hitze

1. Ausreichend trinken: Mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser pro Tag sind wichtig. Auf alkoholische
   oder  koffeinhaltige Getränke sollte möglichst verzichtet werden, da sie entwässernd wirken können.
2. Hitze meiden: Spaziergänge und Aktivitäten sollten in die kühleren Morgen- oder
   Abendstunden verlegt werden.
    Mittags heißt es: Ruhe bewahren und Schatten suchen.
3. Leichte Kleidung tragen: Atmungsaktive, helle Kleidung hilft dabei, die Körpertemperatur zu 
    regulieren.
4. Wohnräume kühl halten: Rollläden oder Vorhänge tagsüber geschlossen halten und für gute
    Belüftung sorgen. Ventilatoren können helfen, die Luft in Bewegung zu bringen.
5. Auf Symptome achten: Bei Anzeichen von Überhitzung sofort handeln und gegebenenfalls ärztliche
    Hilfe suchen.
6. Soziale Kontakte pflegen: Gerade bei Hitze sollte niemand allein gelassen werden. Familie, Freunde
    und Nachbarn können gemeinsam auf das Wohlbefinden der Senioren achten.

Fazit

Hitze ist für Senioren nicht nur unangenehm, sondern kann auch ernsthafte Gesundheitsrisiken bergen. Mit ein paar einfachen Vorkehrungen lässt sich das Risiko jedoch deutlich verringern. Wichtig ist es, die eigene Situation realistisch einzuschätzen, auf den Körper zu hören und bei Bedarf Unterstützung anzunehmen. So steht einem sicheren und entspannten Sommer auch für ältere Menschen nichts im Wege.

Donnerstag, 9. April 2026

Montag Büro, Dienstag Pflegefall

Wie Berufstätige die ersten Wochen der Pflege organisieren



www.gelko-pflegevermittlung.de

(DJD). Wenn die Eltern alt und pflegebedürftig werden, stehen ihre Kinder oft noch mitten im Arbeitsleben: Rund 80 Prozent der erwerbsfähigen pflegenden Angehörigen zwischen 18 und 65 Jahren waren 2023 nach Angaben des Fraunhofer-Instituts FIT berufstätig. Der Spagat zwischen Organisations- und Hilfstätigkeiten und den Anforderungen des Jobs kann dann schnell in die Überforderung führen.

Zehn Tage Freistellung für die ersten Schritte

Besonders belastend ist eine plötzlich auftretende Pflegebedürftigkeit, wenn schnell viel organisiert werden muss. „Beschäftigte dürfen sich dann im Rahmen der ,kurzfristigen Arbeitsverhinderung‘ bis zu zehn Arbeitstage freistellen lassen“, erklärt Beatrix Müller-Schaube von der Pflegeberatung compass. „Währenddessen zahlt die Pflegeversicherung in der Regel 90 Prozent des Nettolohns als Pflegeunterstützungsgeld.“ 

Planen mit fachlicher Unterstützung 

Doch wie lässt sich diese Zeit am besten nutzen? „Auf jeden Fall sollte man schnellstmöglich mit jemandem in Kontakt treten, der sich auskennt – zum Beispiel mit einer Pflegeberatung, einem Pflegestützpunkt oder einem Pflegedienst“, rät Müller-Schaube. Diese bieten unabhängige, kostenfreie Pflegeberatung für alle Ratsuchenden an. compass ist unter der Service-Telefonnummer 0800-1018800 für alle Versicherten erreichbar und bietet zusätzlich das gesamte Beratungsangebot für privat Versicherte. Die erste Frage sei immer, welche Beeinträchtigungen vorliegen und was konkret organisiert werden muss: Betreuung, Körperpflege, Mahlzeiten. Anschließend müsse man schauen, wer im Umfeld welche Aufgaben übernehmen kann und wo es Hilfe von außen braucht. Schließlich gelte es, geeignete Angebote zu organisieren, beispielsweise einen Pflegedienst oder Essen auf Rädern. „Pflegeberaterinnen und -berater kennen die Angebote vor Ort – das spart Zeit, die man in dieser Phase kaum hat“, so Müller-Schaube. Wer lieber online nach Anbietern sucht, wird auf Portalen wie www.pflegeberatung.de fündig.

Regelmäßig nachjustieren

In zehn Tagen lässt sich selten alles regeln – das weiß Müller-Schaube aus Erfahrung. Deshalb müsse später immer wieder neu geschaut und angepasst werden. Wird die Doppelbelastung von Pflege und Beruf zu hoch, kommt zum Beispiel eine Pflegezeit oder Familienpflegezeit infrage. Auch Tages- und Verhinderungspflege können freie Zeitfenster schaffen. „Welche Möglichkeiten man wahrnehmen möchte, hängt stets auch an der Frage: Was will und kann ich leisten?“, sagt Müller-Schaube. „Diese sollte man sich regelmäßig ganz bewusst stellen.“

Donnerstag, 19. März 2026

Armutsfalle Pflege

DAK-Studie zeigt Rekordwerte bei der Sozialhilfequote in Heimen


Copyright:  DAK-Gesundheit


Armutsfalle Pflege: Durch die massiv gestiegenen Eigenanteile in stationären Pflegeeinrichtungen sind immer mehr Bewohnerinnen und Bewohner auf unterstützende Sozialhilfeleistungen angewiesen. Die Sozialhilfequote in Pflegeheimen erreicht 2026 den neuen Höchstwert von 37 Prozent. Ohne Reformen könnten die Belastungen der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2035 ungebremst auf knapp 43 Prozent ansteigen. Das zeigen neue Berechnungen des Bremer Gesundheitsökonomen Prof. Heinz Rothgang im Auftrag der DAK-Gesundheit. Laut Sonderanalyse könnte sich die Zahl der Sozialhilfeempfänger in den nächsten neun Jahren um 15 Prozent auf 356.000 Betroffene erhöhen. Die Sonderanalyse untersucht auch die Effekte der bisherigen Kostendämpfung durch gestaffelte Leistungszuschläge (§ 43c SGB XI) sowie aktuelle Reformvorschläge wie einen jährlichen Inflationsausgleich oder die Deckelung von Heimkosten. DAK-Vorstandschef Andreas Storm warnt angesichts der aktuellen Prognosen vor einem Pflegekollaps und fordert von der Bundesregierung kurzfristig eine umfassende Pflegereform.

„Die stationäre Pflege wird für immer mehr Menschen zur konkreten Armutsfalle“, sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm. „Mit einer Sozialhilfequote von aktuell 37 Prozent sind wir am Limit. Einen weiteren Anstieg dürfen wir nicht zulassen. Das Vertrauen in die soziale Pflegeversicherung schwindet und es droht ein Pflegekollaps. Die Begrenzung der Eigenanteile in den Heimen muss Teil einer großen Pflegereform werden. Wir brauchen einen neuen Finanzierungsmix. Das Ziel muss eine faire Lastenverteilung zwischen Beitragszahlenden, Pflegebedürftigen und Steuerzahlenden sein.“ 

Die Soziale Pflegeversicherung (SPV) wurde im Jahr 1994 auch deshalb eingeführt, um pflegebedingte Verarmung zu vermeiden und den Bezug von Hilfe zur Pflege (HzP) in Pflegeheimen wieder zum Ausnahmefall zu machen. Wer sein Leben lang gearbeitet und eine durchschnittliche Rente erworben habe, sollte wegen der Kosten der Pflegebedürftigkeit nicht zum Sozialamt gehen müssen, so die konkrete Zielstellung des Gesetzgebers. 

Derzeit fast 309.000 Empfänger von Sozialhilfe in Pflegeheimen


Laut DAK-Studie erreicht die sogenannte Sozialhilfequote in Pflegeheimen trotz bereits erfolgter Reformen zur Kostendämpfung in diesem Jahr einen historischen Höchststand. 2026 liegt die HzP-Quote mit 37 Prozent bei einem Rekordwert. Nach den Berechnungen von Prof. Rothgang steigt die Zahl der Sozialhilfeempfänger nach geltendem Recht im Jahr 2032 auf eine Quote von 40,4 Prozent weiter an und steuert bis 2035 ungebremst auf knapp 43 Prozent zu. „Damit verpasst die Pflegeversicherung ihre eigenen Ziele nachdrücklich“, heißt es in der Analyse. Nach Hochrechnungen der DAK-Gesundheit könnte die Zahl der Menschen, die in Pflegeheimen Sozialhilfe beziehen, in den kommenden neun Jahren um 15 Prozent von aktuell 309.000 auf dann bis zu 356.000 Betroffene ansteigen.

Storm: Wegfall der Leistungszuschläge hätte katastrophale Effekte

Auch zu der vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) geforderten Reduzierung von Leistungszuschlägen nach § 43c SGB XI kommt die Rothgang-Analyse zu einem ernüchternden Befund. Trotz der erheblichen Mehrkosten habe dieses Instrument einen stark „dämpfenden Einfluss“ auf die Hilfe zur Pflege in Heimen bewirkt. Ohne dieses Instrument läge die Sozialhilfequote aktuell bereits bei 45 Prozent und würde bis 2032 auf über 50 Prozent steigen. „Eine Streichung oder deutliche Reduzierung der Leistungszuschläge ohne einen zumindest gleichwertigen Ersatz führt in Bezug auf die Sozialhilfequote somit zu katastrophalen Effekten“, sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm. 

Regelhafte Dynamisierung reicht zur Entlastung nicht aus

Kritisch bewertet die Sonderanalyse von Prof. Rothgang auch aktuelle Vorschläge zur regelhaften Dynamisierung. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte kürzlich in einem Zeitungsinterview vorgeschlagen, dass Pflegeleistungen jährlich im Gleichklang mit der Inflationsrate steigen sollten. „Die Dynamisierungsszenarien sind allesamt ungeeignet zur Begrenzung der HzP-Quote“, heißt es in dem Bericht. Den Berechnungen zufolge ergäbe sich bei einer jährlichen Leistungsdynamisierung anhand der allgemeinen Lohnentwicklung für 2035 eine Sozialhilfequote von 42,1 Prozent, bei einer jährlichen Dynamisierung gemäß der Inflationsentwicklung sogar von 42,9 Prozent.. Damit könne die Leistungsdynamisierung die im Koalitionsvertrag von Union und SPD „vorgegebene Zielsetzung nicht erreichen“, so das Fazit in dem Bericht. 

„Pflegedeckel“ als wirksames Mittel mit hohen Zusatzkosten

Dagegen werden Vorschläge zur Begrenzung der Eigenanteile in Pflegeheimen als wirksames Instrument gegen Altersarmut und eine steigende Zahl von Sozialhilfeempfängern bewertet. „Die Deckelszenarien begrenzen die HzP-Quote und führen diese sogar zurück“, so das Gutachten. Das Team von Prof. Rothgang berechnete unter anderem die Auswirkungen, wenn die pflegebedingten Eigenanteile durch einen „Pflegedeckel“ auf einen Höchstbetrag von 1.000 oder 1.200 Euro im Monat begrenzt würden. Laut Sonderanalyse würde die Sozialhilfequote dann auch im Jahr 2035 in den unterschiedlichen Szenarien nur zwischen 32 und 37 Prozent liegen. Alle Quoten lägen im Jahr 2035 unterhalb des für 2026 errechneten Wertes.

Im Vergleich der aktuell diskutierten Maßnahmen sind „nur die Deckelvarianten in der Lage, die Zielsetzung einer Begrenzung der Eigenanteile und der Sozialhilfequote zu realisieren“, heißt es im abschließenden Ergebnisbericht. Allerdings führten die Deckelvarianten im Vergleich zu den Basisszenarien zu deutlich höheren Ausgaben in der Sozialen Pflegeversicherung. Solle dies nicht zu Beitragssteigerungen führen, müssten der Sozialen Pflegeversicherung weitere Steuermittel zugeführt werden. Laut Sonderanalyse würde zum Beispiel ein Pflegedeckel von 1.200 Euro monatlich bereits 2027 zu zusätzlichen Ausgaben in Höhe von 2,2 Milliarden Euro führen, die bis zum Jahr 2035 auf 8,6 Milliarden Euro ansteigen würden. Allein 2027 würde die Umsetzung einer wirksamen Deckelvariante einen Beitragssatzanstieg von mindestens 0,1 Prozentpunkten in der Sozialen Pflegeversicherung bedeuten, der bis 2035 auf weitere 0,4 Beitragspunkte anwachsen würde.

„Gegen die prekäre Struktur- und Finanzdynamik in der Pflegeversicherung hilft kein Stückwerk, sondern nur noch eine nachhaltige große Pflegereform“, sagt DAK-Vorstandschef Storm. „Es ist Zeit zum Handeln.“ 

Donnerstag, 26. Februar 2026

BARMER-Arzneimittelreport: Grippe-Impfquote bei über 60-Jährigen viel zu gering

Zu wenige Pflegebedürftige gegen Grippe geimpft




Die Influenza-Impfquoten in Deutschland bleiben deutlich hinter den internationalen Zielen zurück. Selbst besonders gefährdete Gruppen werden nicht ausreichend erreicht. Dies geht aus dem Arzneimittelreport der BARMER hervor. Demnach wurden im Jahr 2023 nur 40,8 Prozent der BARMER-Versicherten ab 60 Jahren gegen Grippe geimpft und damit weniger als in den Jahren 2020 bis 2022. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Quote von 75 Prozent. Besonders gefährlich ist die Influenza für Patienten in stationärer Pflege und nach Herzinfarkt. Mehr als die Hälfte dieser Versicherten wurde im Jahr 2023 jedoch nicht gegen Influenza geimpft. „Gerade bei den vulnerablen Gruppen ist eine Influenzaimpfung wichtig. Studien belegen, dass Herzpatienten nach einer Impfung unter anderem deutlich bessere Überlebenschancen haben. Dennoch werden die bestehen-den Empfehlungen unzureichend umgesetzt“, sagt Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER.

Hausärztinnen und Hausärzte in besonderer Verantwortung

„Die Daten zur Schutzwirkung bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen sind so überzeugend, dass im Jahr 2025 die European Society of Cardiology die Impfung zur vierten Säule der kardiovaskulären Prävention erklärt hat. „Die unzureichenden Impfquoten dieser Risikopatienten zeigen, dass dieser Erkenntnisfortschritt noch nicht in der Behandlungsrealität angekommen ist. Hier sind Hausärzte gefordert, dies zu erläutern und umzusetzen“, ergänzt Prof. Dr. med. Daniel Grandt, der Autor des Arzneimittelreports.

Apothekenimpfung spielt untergeordnete Rolle

Dass Apotheken seit dem Jahr 2022 ebenfalls gegen Influenza impfen dürften, habe bislang an dem strukturellen Problem nichts geändert. Die erreichte Impfquote von 40,8 Prozent sei nur zu 0,5 Prozent durch Impfung in Apotheken und zu 99,5 Prozent durch Impfung in Arztpraxen erzielt worden. So attraktiv das Angebot der Grippeimpfung in der Apotheke für einzelne Versicher-te sein möge, das Problem der dramatisch zu niedrigen Impfquoten löse es nicht, so BARMER-Chef Straub.

Zu wenige Pflegebedürftige gegen Grippe geimpft

Wie aus dem BARMER-Report weiter hervorgeht, wird das WHO-Ziel einer Influenza-Impfquote von 75 Prozent auch bei Pflegebedürftigen ab 60 Jahren deutlich verfehlt. Von den Pflegebedürftigen in stationären Pflegeeinrichtungen waren zuletzt 48,9 Prozent geimpft und bei den häuslich Pflegebedürftigen 45,6 Prozent. Ambulant und stationär Pflegebedürftige ab 70 Jahren wurden sogar seltener gegen Influenza geimpft als Versicherte in dieser Altersgruppe ohne Pflegeleistungen. „Bei der Grippeschutzimpfung besteht dringender Optimierungsbedarf, um gerade die besonders gefährdeten Personen gemäß dem Stand der medizinischen Erkenntnis vor vermeidbaren Risiken zu schützen“, erklärt Reportautor Grandt.

Mittwoch, 21. Januar 2026

Was Betroffene und ihre Angehörigen bei Anzeichen von Demenz tun sollten

Wenn das Vergessen beginnt


Pflegeberatung kann helfen, mit einer Demenzdiagnose besser umzugehen.
Foto: DJD/compass private pflegeberatung


(DJD). Die ersten Anzeichen sind oft nicht ganz eindeutig. Sind ein verpasster Termin oder ein verlegter Schlüssel Ausdruck normaler Vergesslichkeit oder ein Zeichen eines gestörten Kurzzeitgedächtnisses? War man nur einen Moment lang unaufmerksam oder fällt es einem generell schwer, Gesprächen zu folgen? Wurde nur der Wochentag verwechselt oder funktioniert die Orientierung in Zeit und Raum nicht mehr richtig? „Nicht jede Zerstreutheit ist ein Anzeichen von Demenz, aber wenn sich kognitive Probleme häufen und den Alltag beeinträchtigen, sollte man sich ärztlich untersuchen lassen“, empfiehlt Lukas Wildenauer von der Pflegeberatung compass. „Wird eine beginnende Demenz festgestellt, ist auch eine fachkundige Beratung sinnvoll.“
 

Nach der Diagnose folgt die Planung

 
Oft sperren sich Betroffene jedoch gegen eine Untersuchung – zum Beispiel aus Scham oder Angst. „Dann sollten Angehörige das Thema immer wieder behutsam ansprechen. Es kann auch hilfreich sein, die Demenz nicht in den Vordergrund zu stellen, sondern beispielsweise einen allgemeinen Gesundheitscheck oder eine Prüfung der Fahrtüchtigkeit vorzuschlagen“, so der Pflegeberater Wildenauer. Steht die Diagnose Demenz fest, gilt es, die zukünftige Versorgung zu planen. Dazu gehören unter anderem eine Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung, Alltagshilfen und pflegerische Unterstützung. Hierbei können ausgebildete Pflegeberaterinnen und -berater helfen. Sie sind etwa unter der kostenfreien Servicenummer 0800-101-8800 für jeden erreichbar. Bei privat Versicherten bietet compass Pflegeberatung telefonisch, per Videogespräch und als Hausbesuch an. Gesetzlich Versicherten stehen die Pflegestützpunkte zur Verfügung.
 

Praktische Tipps erleichtern den Alltag

 
Im Verlauf einer Demenzerkrankung nimmt der Pflegebedarf in der Regel immer weiter zu. Gerade zu Beginn kommen Erkrankte oft noch gut zurecht. „Hier helfen oft praktische Dinge wie ein großer Kalender mit allen Terminen, ein regelmäßiger Tagesablauf, eine Abschaltautomatik am Herd, Namensschilder oder Zettel mit Notruftelefonnummern in der Kleidung, nicht zu vergessen das Wegschließen gefährlicher Medikamente und Reinigungsmittel“, erklärt Wildenauer. Viele weitere Tipps gibt es unter www.pflegeberatung.de. „Wichtig ist, rechtzeitig einen Antrag auf Pflegeleistungen zu stellen und eine gute Versorgungsplanung zu machen. So ist man auf Verschlechterungen vorbereitet und wird nicht überrollt, wenn sich die Situation ändert.“

Mittwoch, 17. Dezember 2025

Weihnachten feiern mit Alzheimer-Patientinnen und -Patienten

Erinnerungen schenken




Weihnachten ist für viele das Fest der Familie. Ist ein Angehöriger oder eine Angehörige an Alzheimer erkrankt, kann das die Familie an den Feiertagen vor besondere Herausforderungen stellen. Einerseits wünscht man sich ein Weihnachten „wie immer“. Andererseits ist da ein kranker Mensch mit seinen ganz eigenen Bedürfnissen. Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) bietet Tipps und Anregungen für die Feiertage.

Die stimmungsvolle Advents- und Weihnachtszeit bietet viele Gelegenheiten, schöne gemeinsame Stunden zu verbringen. Menschen mit Alzheimer erinnern sich zwar immer weniger an aktuelle Erlebnisse und Begegnungen, aber alte Erinnerungen sind oft noch lange lebendig. Deshalb kommt gut an, was alte, positive Erinnerungen aufleben lässt, zum Beispiel Lieder singen, Musik hören, ein Fotoalbum anschauen oder gemeinsam von früher zu erzählen. Wer zum Fest etwas schenken möchte, punktet mit Musik-CDs, Bildbänden von früheren Wohn- oder Urlaubsorten oder schönen Familienfotos. Schöne Momente bieten sich oft auch in der Vorweihnachtszeit, zum Beispiel beim Plätzchen backen oder dekorieren. Beziehen Sie Ihren Angehörigen dabei so gut ein, wie es geht. Das Gefühl, etwas Sinnvolles beitragen zu können, tut vielen Menschen mit Alzheimer gut, sie fühlen sich geliebt und wertgeschätzt.

Das Weihnachtsfest im Voraus planen

Pflegende Angehörige sind die Expert*innen, wenn es um den Patienten oder die Patientin geht. Was an Weihnachten geht oder nicht, hängt von verschiedensten Faktoren ab, zum Beispiel wie fit jemand noch ist oder wie gut er oder sie mit veränderten Routinen klarkommt. Hilfreich ist daher immer, im Vorfeld den groben Rahmen zu überlegen: Wo möchte man feiern und wie lange? Wie wird der ungefähre Ablauf und was muss vorbereitet werden?

Wichtig ist bei allen Planungen, die Bedürfnisse des oder der Erkrankten im Blick zu behalten und niemanden zu überfordern. Wenn ein großes Abendessen an Heiligabend zu viel ist, planen Sie nachmittags lieber ein Kaffeetrinken in kleiner Runde. Vermeiden sollten Sie Dinge, die den Patienten oder die Patientin irritieren oder verunsichern können. Das können unbekannte Gesichter und Stimmen sein, ein zu üppiges Essen oder auch zu viel blinkende Deko. Schaffen Sie gegebenenfalls einen Rückzugsort, wenn es zu viel wird. Auch ein Spaziergang kann eine willkommene Auszeit sein.

Vertrautes und Routinen erleichtern die Festtage

An den Feiertagen selbst setzen Sie am besten auf Vertrautes, wie eine Feier zuhause oder in einem gut bekannten Restaurant. Lebt Ihr Angehöriger oder Ihre Angehörige in einem Altenheim, verbringen Sie am besten dort ein paar schöne Stunden. Von Fahrten ins „alte Zuhause“ raten wir ab, selbst wenn sie nur kurz sind. Der Grund: Menschen mit Demenz können bei solchen Ausflügen schlichtweg vergessen, dass sie in einem Heim wohnen. Entsprechend verstehen sie nicht, wenn man sie aus dem vertrauten Zuhause plötzlich „zurückbringen“ möchte.

Neben der gewohnten Umgebung ebenfalls wichtig für Alzheimer-Patientinnen und Patienten: Routinen. Wiederkehrende Abläufe wie Duschen, Anziehen oder Mahlzeiten geben Orientierung und Halt im Tagesablauf. Sorgen Sie daher auch an den Feiertagen dafür, dass gewohnte Routinen erhalten bleiben und helfen Sie so Ihrem oder Ihrer Angehörigen, sich sicher zu fühlen.

Die Situation gelassen akzeptieren

Ansonsten gilt, Weihnachten entspannt anzugehen und das Beste aus der Situation zu machen. Mit Alzheimer gleicht kein Tag dem anderen und es werden Situationen eintreten, die niemand erwartet hat. Wichtig ist, die guten Momente bewusst zu genießen, in denen Ihr Angehöriger oder Ihre Angehörige präsent ist und Sie zusammen eine schöne Zeit haben.

Weitere Informationen zur Alzheimer-Krankheit

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein gemeinnütziger Verein, der das Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats e.V. trägt. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher*innen und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Bis heute konnte die AFI 360 Forschungsaktivitäten mit über 14,5 Millionen Euro finanzieren und rund 900.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

Samstag, 29. November 2025

Schmerzen bei Pflegebedürftigen nicht einfach hinnehmen

Bei Menschen mit Demenz auf nonverbale Hinweise achten

Dieser Kurzratgeber kann kostenfrei beim Zentrum für Qualität in der Pflege bestellt werden.
Link zur Bestellung

Viele ältere pflegebedürftige Menschen haben Schmerzen – oftmals über Monate und Jahre hinweg. Chronische Schmerzen können den Alltag stark beeinträchtigen oder gar gänzlich bestimmen. Sie können zum Beispiel die Mobilität, die Selbstständigkeit und nicht zuletzt die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und auch schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben – unter anderem Bluthochdruck, Schlafprobleme, Stürze und kognitive Probleme befördern oder auslösen. Zudem kann es zu Stress, Verzweiflung und Depression sowie Lebensmüdigkeit bis hin zu Suizidalität kommen. Letztlich kann der Pflegebedarf steigen, sodass zusätzliche Unterstützung oder ein Umzug ins Pflegeheim notwendig sind. Daher ist es wichtig, Schmerzen so gut wie möglich zu lindern. Pflegende Angehörige können dabei helfen.

Auf Anzeichen für Schmerzen achten

Der erste Schritt für das Vorgehen gegen Schmerzen ist, diese zu erkennen und ernst zu nehmen. Dazu sollte man entsprechende Äußerungen sowie Anzeichen – zum Beispiel Unruhe, Weinen, Schonhaltung oder Schwitzen – beachten und gegebenenfalls nachfragen. Denn zu viele pflegebedürftige Menschen glauben, dass Schmerzen im Alter einfach als normal hingenommen werden müssen und sprechen deswegen nicht darüber. Und Menschen mit Demenz können Schmerzen eventuell gar nicht benennen. „Angehörige sollten regelmäßig genau nach Schmerzen fragen – und gerade bei Menschen mit Demenz auf nonverbale Hinweise achten. Es ist empfehlenswert, in einem Schmerztagebuch Häufigkeit und Stärke von Schmerzen festzuhalten. Denn diese Informationen sind für Fachleute bei der Behandlungsplanung prinzipiell hilfreich. Vor allem ist es aber wichtig, dabei zu unterstützen, die Schmerzen ärztlich abklären zu lassen. In vielen Fällen können Schmerzen unter Hinzuziehung von Fachleuten nämlich gut behandelt werden“, erklärt Daniela Sulmann, Geschäftsleiterin und Pflegeexpertin im ZQP.

Schmerzen lindern

Welche Maßnahmen geeignet sind, hängt unter anderem von der Ursache, der Schmerzstärke, den Bedürfnissen und Fähigkeiten der pflegebedürftigen Person ab. Möglichkeiten sind zum Beispiel Medikamente, Anwendungen mit Kälte oder Wärme, Bewegung, Massagen und Techniken zur Entspannung. Auch Ablenkung und Zuwendung sowie familiale Unterstützung können zur Linderung von Schmerzen beitragen und den Alltag erleichtern. Darüber hinaus kann psychologische Begleitung hilfreich sein.

Für eine gute Behandlungsplanung und -umsetzung ist es sinnvoll, dass pflegebedürftige Menschen, pflegende Angehörige und Fachleute wie Ärzte, Pflegefachpersonen und Physiotherapeuten gut zusammenarbeiten. Gerade Angehörigen kommt bei der Umsetzung verordneter Maßnahmen oft eine zentrale Rolle zu. Zudem können sie Schmerzen vorbeugen, indem sie bei der Pflege achtsam und vorsichtig vorgehen. Die Teilnahme an einem kostenlosen Pflegekurs kann mit entsprechenden Pflegetechniken vertraut machen. Auch eine professionelle Beratung zur Pflege oder eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Schmerzen können dazu beitragen, möglichst gut mit Schmerzen umzugehen.

„Auch wenn Schmerzen bei vielen älteren Menschen auftreten, sollten diese nicht einfach als vermeintlich unbeeinflussbare Alterserscheinung abgetan werden. Denn es gibt vielfältige Möglichkeiten, sie zu lindern und das Wohlbefinden zu fördern. Angehörige können dabei eine wichtige Unterstützung sein“, so Sulmann.

Anlaufstellen

Als Anlaufstellen zur Schmerzbehandlung dienen die hausärztliche Praxis sowie fachärztliche Praxen, zum Beispiel für Orthopädie oder Neurologie sowie Schmerzzentren. Weitere Anlaufstellen sind die professionelle Pflege sowie therapeutische Berufe wie Physiotherapie, Ergotherapie und Psychotherapie.

Zum Umgang mit dem Thema Schmerz in der häuslichen Pflege hat das ZQP wissenschaftsbasierte Tipps erarbeitet und in einem zielgruppengerechten Informationsangebot für pflegende Angehörige aufbereitet. Dies umfasst einen Kurzratgeber, vertiefende Online-Informationen sowie einen Kurzfilm. Das werbefreie Angebot der gemeinnützigen Fachstiftung ist frei zugänglich unter www.zqp.de/thema/schmerzen/#tipps

Montag, 27. Oktober 2025

Die Vorteile des Hausnotrufs

Sicherheit und Unterstützung für ein selbst bestimmtes Leben

 

Hier können Sie digital ein kostenloses Hausnotrufsystem 
bei Ihrer Pflegekasse beantragen


In einer Gesellschaft, die zunehmend älter wird, spielt die Sicherheit unserer älteren Mitmenschen eine immer wichtigere Rolle. Der Hausnotruf hat sich als eine wertvolle Lösung etabliert, um älteren Menschen ein selbst bestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen, während gleichzeitig ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet wird. In diesem Artikel wollen wir einen genaueren Blick auf das Thema Hausnotruf werfen, seine Vorteile erläutern und auf die verschiedenen Möglichkeiten eingehen.

Was ist ein Hausnotruf?

Ein Hausnotruf ist ein System, das es älteren Menschen ermöglicht, im Notfall schnell Hilfe zu rufen – ganz gleich, ob es sich um einen Sturz, eine plötzliche Erkrankung oder einen anderen Notfall handelt. Nutzer*innen tragen in der Regel ein kleines, tragbares Gerät, oft in Form einer Armbanduhr oder eines Anhängers, mit dem sie im Bedarfsfall einen Alarm auslösen können. Dieser Alarm wird an eine zentrale Notrufstelle weitergeleitet, die dann umgehend entsprechende Hilfe organisiert. 

Die Vorteile des Hausnotrufs 

1. **Schnelle Hilfe im Notfall**: Der entscheidende Vorteil eines Hausnotrufs ist die schnelles Reaktion im Ernstfall. Die Nutzer*innen können innerhalb kürzester Zeit Hilfe anfordern, was insbesondere bei gesundheitlichen Notfällen lebensrettend sein kann.

 

2. **Selbstständigkeit bewahren**: Viele ältere Menschen wünschen sich, so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden zu leben. Ein Hausnotruf bietet ihnen das nötige Sicherheitsgefühl, um diese Unabhängigkeit beizubehalten.

 

3. **Beruhigung für Angehörige**: Auch die Familienangehörigen profitieren von einem Hausnotruf-System. Sie können beruhigt sein, dass ihre Lieben im Falle eines Notfalls schnell und professionell unterstützt werden.

 

4. **Vielfältige Einsatzmöglichkeiten**: Moderne Hausnotrufsysteme bieten oftmals zusätzliche Funktionen wie Sturzsensoren, die automatisch Hilfe alarmieren, auch wenn der Nutzer nicht in der Lage ist, selbst zu reagieren. Weitere Features können beispielsweise Medikamentenerinnerungen oder die Verbindung zu einem Telemedizin-Service beinhalten. 

Wie funktioniert ein Hausnotruf? 

Die Installation eines Hausnotrufsystems ist in der Regel unkompliziert. Nach einer kurzen Beratung, in der individuelle Bedürfnisse und Wünsche besprochen werden, wird das System eingerichtet. Die Nutzer*innen erhalten ein Handgerät, das einfach zu bedienen ist. Im Falle eines Alarms wird die Notrufzentrale informiert, die sofort Kontakt zum Nutzer herstellt und gegebenenfalls Rettungsdienste alarmiert. 

Fazit 

Der Hausnotruf ist mehr als nur eine technische Lösung – er ist ein wichtiger Bestandteil alternativer Wohnformen für Senioren, die weiterhin ein selbst bestimmtes Leben führen möchten. Durch eine Kombination aus Sicherheit, Schnelligkeit und der Möglichkeit, im gewohnten Umfeld zu bleiben, bietet der Hausnotruf zahlreiche Vorteile sowohl für die Betroffenen als auch für ihre Angehörigen. Es ist eine Investition in Sicherheit und Lebensqualität, die sich lohnt. 

Wenn Sie oder Ihre Angehörigen überlegen, einen Hausnotruf in Anspruch zu nehmen, können Sie hier klicken, um zu einem Anbieter zu kommen, welcher die Kosten komplett mit der Pflegekasse abrechnet. Vorausgesetzt Sie haben einen grundsätzlichen Anspruch auf auf einen Hausnotruf (entsprechender Pflegegrad).

Freitag, 24. Oktober 2025

Angehörige leisten unbezahlte Pflege im Wert von 206 Milliarden Euro

VdK kritisiert aktuelle Debatte um Sparpläne in der Pflege


Verena Bentele
Foto: Susie Knoll


Pflegende Angehörige in Deutschland leisten weit mehr als nur private Fürsorge. Laut einer Studie der Hochschule Zittau/Görlitz hätten die informellen Pflegeleistungen im Jahr 2023 – wären sie von angelernten Pflegehilfskräften erbracht worden – einen Wert von rund 206 Milliarden Euro gehabt. „Angesichts dieser enormen Summe unentgeltlich erbrachter Pflegeleistungen sind aktuelle Debatten um Einsparungen in der Pflege ein Schlag ins Gesicht der pflegenden Angehörigen“, kritisiert VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Sparpläne sind kein Ersatz für politische Fantasielosigkeit, und vor allem nicht für fehlende Strategien. Wenn sich nichts ändert, werden es auch in Zukunft die pflegenden Angehörigen sein, die den Laden am Laufen halten.“

Laut Statistischem Bundesamt wurden im Dezember 2023 etwa 86 Prozent (4,9 Millionen Menschen) der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt, überwiegend durch Angehörige. Wer die Abschaffung des Pflegegrads 1 befürwortet, übersieht nicht nur den aktuellen gesellschaftlichen Wert und das Engagement der pflegenden Angehörigen, sondern ignoriert auch die zukünftigen Herausforderungen, so Bentele: „Mit dem demografischen Wandel, insbesondere dem Eintritt der Babyboomer-Generation ins Pflegealter, und dem anhaltenden Fachkräftemangel in der professionellen Pflege wird der Bedarf an pflegenden Angehörigen massiv steigen.“

Der Sozialverband VdK fordert eine deutliche Stärkung und Anerkennung pflegender Angehöriger ebenso wie verbindliche und nachhaltige Lösungen zur Absicherung der Pflegeversicherung. Dazu gehört, dass Angehörige entlastet werden — finanziell, institutionell und durch bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Der Verband setzt sich zudem für eine einheitliche Pflegeversicherung ein, in die alle Bürgerinnen und Bürger einzahlen und die alle Einkommensarten berücksichtigt.

Erwartungen an Einsparungen in der Pflege zu hoch

Das RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hat ein theoretisches Einsparpotenzial von rund 1,8 Milliarden Euro jährlich errechnet, sollten alle Pflegebedürftigen im Pflegegrad 1 sämtliche ihnen zustehenden Leistungen in Anspruch nehmen. In der Realität lagen die Ausgaben 2024 laut GKVkurz fürGesetzliche Krankenversicherung-Spitzenverband jedoch bei nur 640 Millionen Euro, da viele Pflegebedürftige die ihnen zustehenden Leistungen nicht oder nicht vollständig in Anspruch nahmen. Diese Zahlen belegen, dass die Erwartungen an Einsparungen bei einer Abschaffung des Pflegegrads 1 zu hoch gegriffen sind. Gleichzeitig verunsichert die Diskussion Pflegebedürftige und pflegende Angehörige.

Weitere Informationen

Die Studie „Der monetäre Wert der Pflegeleistungen von An- und Zugehörigen in Deutschland“ von Prof. Dr. Andreas Hoff, Prof. Dr. Steffi Höse, Prof. Dr. Martin Knoll und Prof. Dr. Notburga Ott steht auf der Website des GAT Institut für Gesundheit, Altern, Arbeit und Technik an der Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) zum Download bereit.

Dienstag, 2. September 2025

Was ist wichtig für das Leben mit Demenzerkrankten?

Broschüre der Deutschen Alzheimer Gesellschaft gibt Hilfestellungen


Menschen, die an einer Demenz erkranken, entwickeln im Laufe der Krankheit häufig Verhaltensweisen, die von Angehörigen und anderen Betreuenden als schwierig, ungewöhnlich oder störend empfunden werden und oft eine starke Belastung darstellen. Die Broschüre der Deutschen Alzheimer Gesellschaft „Leben mit Demenzerkrankten. Hilfen für schwierige Verhaltensweisen und Situationen im Alltag“, die nun schon in 13. Auflage erscheint, kann dazu beitragen, das Zusammenleben mit Menschen mit Demenz insbesondere für Angehörige einfacher zu machen. Mindestens zwei Drittel der Erkrankten werden zu Hause von Angehörigen betreut.

Angehörige sind häufig rund um die Uhr gefordert

Wenn jemand ständig nachfragt, wie spät es ist, Gegenstände verlegt, der Ehefrau den ganzen Tag hinterherläuft oder die Nacht zum Tag macht, kann dies die Angehörigen ans Ende ihrer Kräfte bringen. Die Broschüre „Leben mit Demenzerkrankten“ gibt wichtige Tipps und Hinweise, um den Alltag mit Menschen mit Demenz etwas zu erleichtern.

„Es gibt keine Patentrezepte für den Umgang mit Demenzerkrankten“, betont Christa Matter, ehemalige Geschäftsführerin der Alzheimer Gesellschaft Berlin e.V. und Mitautorin der Broschüre. „Menschen mit Demenz sind und bleiben Individuen, sie verhalten sich unterschiedlich. Trotzdem können Angehörige aus den Erfahrungen anderer lernen und eigene Wege finden.“

Lösungswege entwickeln:

  • Das Verhalten der erkrankten Person genau beobachten
  • Nach Ursachen fragen, zum Beispiel: Was steckt dahinter, wenn er oder sie die Toilette nicht mehr benutzt? Warum möchte sie ständig die Wohnung verlassen? Warum will sie nicht mehr essen? Warum trägt er seine Brille nicht mehr?
  • Überlegen, wie man darauf eingehen oder wo man etwas verändern kann
  • Neue Wege ausprobieren

Hilfen für den Umgang mit anstrengendem Verhalten

Die Broschüre zeigt auf 60 Seiten vielfältige Strategien und gibt Anregungen für den Umgang mit den Verhaltensweisen, die von Angehörigen am häufigsten als belastend beschrieben werden – etwa aggressives Verhalten, Probleme mit dem Autofahren, mit Essen und Trinken. Im abschließenden Kapitel geht es um Hilfen und Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige wie Beratung, Gesprächsgruppen, Entspannungsübungen sowie Betreuungs- und Pflegeangebote.
 

Die Broschüre

Deutsche Alzheimer Gesellschaft: Leben mit Demenzerkrankten. Hilfen für schwierige Verhaltensweisen und Situationen im Alltag. 13. Auflage 2025, 60 Seiten, gedruckt oder als PDF, kostenlos. Unter diesem Link können Sie die Broschüre bestellen

Welt-Alzheimertag am 21. September

Am 21. September ist Welt-Alzheimertag (WAT). In Deutschland steht der Tag in diesem Jahr unter dem Motto „Demenz – Mensch sein und bleiben“. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sollen erleben, dass sie nicht durch ihre Krankheit definiert und ausgegrenzt werden, sondern weiterhin Teil der Gesellschaft sind – mit all ihren Stärken. Deshalb informieren Alzheimer-Gesellschaften und andere Engagierte am WAT und in der Woche der Demenz, die vom 19. bis 28. September stattfindet, über die Erkrankung und ihre Folgen für Betroffene und Angehörige. Eine bundesweite Übersicht der Veranstaltungen ist zu finden unter www.welt-alzheimertag.de.

Dienstag, 12. August 2025

Aggresion und Gewalt in der Pflege

Ein Tabuthema



Die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen ist eine anspruchsvolle und anstrengende Arbeit. Daher kann es durchaus vorkommen, dass sowohl Angehörige als auch ausgebildete Pflegekräfte mit dieser Aufgabe überfordert sind. Eskaliert die Situation vollständig, kann dies unter Umständen in Gewalt in der Pflege münden.

Bei Gewalt in der Pflege gehen wir meist automatisch davon aus, dass sich die Misshandlungen gegen die pflegebedürftige Person richten. Allerdings ist es genauso gut möglich, dass in Pflegeheimen die Gewalt in der Pflege durch die Bewohner erfolgt und sich gegen das Pflegepersonal richtet. Insbesondere bei krankheitsbedingten Veränderungen im Gehirn und der Pflege bei Demenz kann sich Hilflosigkeit sowie Angst in solchen Formen zeigen.

Diese Zeilen sind ein kleiner Auszug aus einem sehr interessanten Artikel zu diesem Thema, auf welchen ich bei meinen Recherchen gestoßen bin.

Ich fand den Artikel so interessant, dass ich mich (mit Einverständnis des ursprünglichen Autors) entschlossen habe, diesen hier zu verlinken und keinen eigenen zu schreiben.

Hier können Sie den ganzen Artikel lesen

Samstag, 19. Juli 2025

Premium Seniorenservice

Ein ganzheitlicher Ansatz für ein würdevolles Leben im Alter


In unserer heutigen Gesellschaft werden ältere Menschen oft als eine homogene Gruppe wahrgenommen, deren Bedürfnisse und Wünsche nicht ausreichend berücksichtigt werden. Der „Premium Seniorenservice“ der gelko Care Consulting GmbH setzt genau an diesem Punkt an und bietet maßgeschneiderte Lösungen, die auf die individuellen Lebensumstände, Vorlieben und Anforderungen von Senioren abgestimmt sind. In diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen einen Einblick in die wichtigsten Aspekte und Vorteile eines hochwertigen Seniorenservices geben.

Was ist Premium Seniorenservice? 

Ein Premium Seniorenservice zeichnet sich durch seine umfassenden und hochwertigen Dienstleistungen aus, die darauf abzielen, Senioren ein selbstbestimmtes und angenehmes Leben zu ermöglichen. Diese Services bieten weit mehr als nur die grundlegende Unterstützung im Alltag. Sie umfassen unter anderem:

 1. Individuelle Betreuung

Jeder Senior hat unterschiedliche Bedürfnisse. Ein Premium Seniorenservice geht gezielt auf diese ein und bietet individuelle Betreuungspläne, die sowohl körperliche als auch emotionale Unterstützung umfassen. 

2. Hauswirtschaftliche Hilfe

Die Unterstützung im Haushalt, sei es durch regelmäßige Reinigungen, Einkaufsdienste oder Essenszubereitung, trägt wesentlich zur Lebensqualität bei und ermöglicht es Senioren, in ihren vertrauten vier Wänden zu bleiben. Der Premium Seniorenservice ermittelt den konkreten Bedarf und sucht den hierfür passenden Dienstleister. 

3. Gesundheitsmanagement

Professionelle Pflegekräfte berücksichtigen nicht nur die medizinischen Bedürfnisse der Senioren, sondern bieten auch Beratungen zu Ernährung, Bewegung und Prävention an, die auf das jeweilige Gesundheitsprofil angepasst sind. 

4. Soziale Aktivitäten

Isolation kann ein ernstes Problem für ältere Menschen darstellen. Der Premium Seniorenservice der gelko Care Consulting GmbH unterstützt die Teilnahme an sozialen Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten, um die sozialen Kontakte zu fördern und die Lebensfreude zu steigern. 

5. Technologische Unterstützung

In einer immer digitaler werdenden Welt können viele Senioren Schwierigkeiten haben, mit neuen Technologien Schritt zu halten. Der Premium Seniorenservice der gelko Care Consulting GmbH bietet auf Wunsch Schulungen und Hilfen an, um den Zugang zu digitalen Medien und Kommunikation zu erleichtern.

Warum ist Premium Seniorenservice wichtig? 

Mit dem zunehmenden Alter kommen oft auch Herausforderungen, die im Alltag bewältigt werden müssen. Der Premium Seniorenservice der gelko Care Consulting GmbH trägt dazu bei, diese Herausforderungen proaktiv anzugehen. Hier sind einige Gründe, warum dieser Service von großer Bedeutung ist: 

- Erhalt der Selbstständigkeit

Durch maßgeschneiderte Unterstützung können Senioren länger in ihrem gewohnten Umfeld leben, was ihre Unabhängigkeit bewahrt und das Wohlbefinden steigert. 

- Qualitätssteigerung des Lebens

Eine professionelle Betreuung gewährleistet, dass Senioren nicht nur physisch, sondern auch emotional gut versorgt sind. Dies verbessert die allgemeine Lebensqualität erheblich. 

- Familienentlastung

Oftmals fühlen sich Angehörige unter Druck gesetzt, die Pflege zu übernehmen. Der Premium Seniorenservice der gelko Care Consulting GmbH entlastet die Familie und sorgt dafür, dass die Betreuung in kompetenten Händen liegt. 

Fazit 

Der Premium Seniorenservice der gelko Care Consulting GmbH stellt eine wertvolle Ressource für Senioren dar, die ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben führen möchten. Mit einem vielfältigen Angebot, das individuell auf die Bedürfnisse der älteren Generation eingeht, wird nicht nur die Lebensqualität verbessert, sondern auch die soziale Integration gefördert. 

Entdecken Sie jetzt den Premium Seniorenservice der gelko Care Consulting GmbH, informieren Sie sich kostenlos und sichern sich die Beste Betreuung und Versorgung für sich oder Angehörigen.

Diesen Service bietet die gelko Care Consulting GmbH zurzeit nur im Umkreis von ca. 50 Kilometern um Stuttgart an. Die Ressourcen sind begrenzt, da der Premium Seniorenservice der gelko Care Consulting GmbH nur von der Geschäftsleitung direkt betreut wird.

Weitere Informationen finden Sie unter www.premium-seniorenservice.de

Samstag, 14. Juni 2025

So kommen Senioren gut durch die heißen Tage

Tipps für die Sommertage




Der Sommer ist da, und mit ihm kommen die warmen Tage, die viele von uns lieben. Doch während junge Menschen oft unbeschwert in die Sonne gehen, können die hohen Temperaturen für Senioren eine Herausforderung darstellen. Hitze kann das Wohlbefinden stark beeinträchtigen und gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Deshalb ist es wichtig, einige einfache, aber wirksame Strategien zu kennen, um gut durch die heißen Tage zu kommen.

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Einer der wichtigsten Punkte im Sommer ist, genügend Wasser zu trinken. Während viele jüngere Menschen einen natürlichen Durst verspüren, kann dieser bei Senioren oft vermindert sein. Daher sollten Senioren aktiv darauf achten, regelmäßig zu trinken, auch wenn sie keinen Durst haben. Eine gute Faustregel ist, mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser pro Tag zu konsumieren. Kräutertees oder verdünnte Fruchtsäfte sind ebenfalls empfehlenswert.

Die richtige Kleidung

Die Wahl der Kleidung spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der Körpertemperatur. Leichte, helle und luftige Kleidung aus natürlichen Materialien wie Baumwolle oder Leinen sind ideal. Dunkle Farben ziehen die Wärme an und sollten daher vermieden werden. Zudem können Sonnenhüte und UV-Schutzkleidung zusätzlichen Schutz vor der Sonne bieten.

Kühle Räume schaffen

An heißen Tagen ist es ratsam, während der Hauptwärmezeit (10 bis 16 Uhr) möglichst im Schatten oder drinnen zu bleiben. Verdunkelungsvorhänge oder Rollos helfen dabei, die Räume kühl zu halten. Ventilatoren oder Klimaanlagen können ebenfalls sehr effektiv sein, um die Zimmertemperatur angenehm niedrig zu halten.

Leichte Mahlzeiten

Schwere und fettige Speisen können bei heißem Wetter schwer im Magen liegen. Stattdessen sollten frisch zubereitete, leichte Mahlzeiten auf dem Speiseplan stehen. Salate, Obst und Gemüse sind nicht nur erfrischend, sondern liefern auch wichtige Nährstoffe und Flüssigkeit. Außerdem eignen sich kleine Snacks über den Tag verteilt besser als große Mahlzeiten.

Soziale Kontakte pflegen

Hitze kann sich belastend auf die Stimmung auswirken. Deshalb ist es schön, den Kontakt zu Freunden und Familie aufrechtzuerhalten. Gemeinsame Aktivitäten, wie ein schattiges Picknick im Park oder einfach der Austausch über Videoanrufe, können die Sommertage bereichern und den sozialen Zusammenhalt fördern.

Achten auf Warnsignale

Besonders wichtig ist es, auf Anzeichen von Überhitzung zu achten. Symptome wie Schwindel, starke Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Übelkeit sollten ernst genommen werden. In solchen Fällen ist es ratsam, sofort einen kühlen Ort aufzusuchen und viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Fazit

Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Senioren auch an heißen Tagen aktiv und gesund bleiben. Es lohnt sich, auf den Körper zu hören und rechtzeitig zu handeln, um die Sommermonate in vollen Zügen zu genießen. Bleiben Sie hydratisiert, kleiden Sie sich passend, und vergessen Sie nicht, Zeit mit Ihren Liebsten zu verbringen – so wird der Sommer ein echtes Vergnügen!


Hinweis: Dieser Text wurde teilweise mit Hilfe von KI erstellt

Donnerstag, 12. Juni 2025

Wie KI auch älteren Menschen den Weg zum Arzttermin erleichtern kann

Weniger Warteschleife, mehr Gesundheit


Frust beim Anruf in der Arztpraxis:
Entweder man kommt nicht durch oder hängt ewig in der Warteschleife.

Foto: DJD/Doctolib/Getty Images/Josep Rovirosa



(DJD). „Bitte bleiben Sie dran“: Wer kennt es nicht – das ewige Festhängen in der Warteschleife? Tatsächlich gehen drei von vier Anrufen in Arztpraxen ins Leere. Dabei verbringen die Praxismitarbeiter bereits jeden Monat durchschnittlich 45 Stunden mit Telefonaten – mit einer Steigerung von bis zu 20 Prozent etwa in der Grippesaison. Die hohe Anzahl eingehender Anrufe bedeutet nicht nur Stress für das medizinische Fachpersonal, sondern führt auch zu langen Wartezeiten für die Patienten. Ein unterschätzter Risikofaktor für die Gesundheit 

Telefonassistent statt Online-Buchung

Hinzu kommt, dass gerade ältere und weniger technikaffine Menschen bei der Vereinbarung von Arztterminen aufs Telefon vertrauen. So gaben in einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag des Healthtech-Unternehmens Doctolib unter mehr als 1.000 Personen über 65 Jahren rund 37 Prozent der Befragten an, dass sie keine Arzttermine über digitale Dienstleister buchen möchten und weiterhin das Telefon oder den Besuch vor Ort bevorzugen. Andere besitzen gar kein Smartphone oder verfügen nicht über einen Internetanschluss. An dieser Stelle setzt beispielsweise der neue KI-gestützte Telefonassistent von Doctolib an. Patientinnen und Patienten können mit dem Assistenten sprechen wie mir einer echten Person dabei rund um die Uhr telefonisch einen Termin vereinbaren, verschieben oder absagen oder eine Nachricht beispielsweise für Rezept-Anfragen oder Überweisungen hinterlassen. 

Notfälle werden erkannt

Der Termin wird dann direkt in den Praxiskalender eingetragen und eine Bestätigung via SMS, E-Mail oder App versendet. Der Assistent erkennt, ob es sich um einen Stamm- oder Neupatienten handelt und kann zum Beispiel Notfälle direkt an eine Sprechstundenhilfe weiterleiten. Laut Umfrage sind 45 Prozent der Befragten bereit, einen Sprachassistenten für die Vereinbarung von Arztterminen zu nutzen. Doctolib etwa integriert seine KI-Lösung in die Terminbuchungssoftware und schafft Abhilfe bei einer zentralen Herausforderung für Arztpraxen. Die Anrufer müssen sich selbst nicht beim Anbieter registrieren und kein eigenes Konto haben. Mehr unter www.doctolib.de. So wird aus dem dauerbesetzten Praxistelefon endlich wieder eine direkte Verbindung und es bleibt ein Stück mehr Zeit für das Wesentliche: die Gesundheit.