Montag, 18. April 2016

Hotline für Schmerzpatienten und Angehörige

Am Aktionstag gegen den Schmerz: Hotline von PflegeexpertInnen




Am 7. Juni 2016 stehen in einer eigenen Hotline pflegerische SchmerzexpertInnen für Fragen und Beratung zur Verfügung. Das Angebot gilt für SchmerzpatientInnen und ihre Angehörigen, aber auch für Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen.

Wie schon im Vorjahr ist auch 2016 die Fachgruppe „Pflegeexperten Schmerz“ des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) wieder mit einer eigenen Telefon-Hotline am Aktionstag gegen den Schmerz (7. Juni) beteiligt. 

Das spezifische Beratungsangebot zwischen 9:00 und 18:00 Uhr richtet sich an zwei Zielgruppen:
  • An diesem Tag können sich SchmerzpatientInnen und ihre Angehörigen auch von Fachleuten aus der Pflege umfassend informieren und beraten lassen: über Ursachen und Arten von Schmerz, Hinweise und Tipps zur Umsetzung einer medikamentösen oder alternativen Schmerzbehandlung, Umgang mit und Hilfe bei Nebenwirkungen, Schmerzeinschätzung bei Menschen mit demenziellen Erkrankungen und vieles mehr.
  • Die Hotline der PflegeexpertInnen richtet sich darüber hinaus aber auch an Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen. Schmerzmanagement ist dort zunehmend ein Thema, die Expertenstandards zu akutem und chronischem Schmerz müssen umgesetzt werden. Nutzen Sie die Gelegenheit und holen Sie sich kompetenten Rat und gute Tipps bei den DBfK-ExpertInnen.

Dienstag 7. Juni von 9:00 bis 18:00 Uhr:
Rufen Sie an unter der kostenlosen Rufnummer 0800 – 18 18 129

Sonntag, 17. April 2016

Häusliche Krankenpflege in Kurzzeitpflegeeinrichtung möglich

Voraussetzung für diese Kassenleistung ist, dass noch keine Pflegestufe festgestellt ist



Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) weist darauf hin, dass Versicherte, die nach einer Krankenhausbehandlung oder nach einer ambulanten Operation nicht in der Lage sind, sich zu Hause allein zu versorgen, Anspruch auf häusliche Krankenpflege haben. Sie unterstützt bei der sogenannten Grundpflege und bei der hauswirtschaftlichen Versorgung. 

Voraussetzung ist, dass die Person an einer schweren Erkrankung oder an einer akuten Verschlimmerung einer Krankheit leidet und dass keine anderweitige Person in ihrem Haushalt lebt, welche die notwendige Versorgung sicherstellen könnte. 

Sollten die Leistungen der häuslichen Krankenpflege nicht ausreichen, um den Versicherten zu versorgen, besteht die Möglichkeit, maximal bis zu acht Wochen je Kalenderjahr in einer Einrichtung der Kurzzeitpflege zu verbringen.

Voraussetzung für diese Kassenleistung ist, dass der Versicherte nicht bereits als pflegebedürftig gilt, für ihn also keine Pflegestufe festgestellt ist. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für Pflegeleistungen, soziale Betreuung und medizinische Behandlungspflege bis zu insgesamt 1.612 Euro im Kalenderjahr. Kosten für Unterbringung und Verpflegung hat der Versicherte selbst zu tragen.

Montag, 11. April 2016

Pflegende Angehörige brauchen Hilfe

Partner von dementen Menschen sollten auch für sich selbst sorgen




Die Pflege eines Angehörigen mit Demenz erfordert nach Expertenmeinung in der Regel mehrere Schultern. Wer rund um die Uhr versuche, alles allein zu schaffen, komme schnell an seine Grenzen, betont die Sozialpädagogin Helga Schneider-Schelte von der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft im Patientenmagazin "HausArzt". "So verliert man die Geduld, aber gerade Menschen mit Demenz brauchen sehr viel davon." 

Informieren können sich pflegende Angehörige beispielsweise beim zentralen Telefon der Alzheimer-Gesellschaft. "Suchen Sie sich am besten auch eine Angehörigen-Gruppe", rät die Expertin. Mit Menschen zu sprechen, denen es ähnliche gehe, helfe sehr. In Schulungen könnten Frauen und Männer erfahren, wie sie mit dem kranken Partner umgehen und wie wichtig es sei, auf sich selbst zu achten. 

Auch körperlicher Ausgleich tut gut. "Wer Yoga macht, mit dem Rad fährt oder im Garten arbeitet, baut Stress ab", betont Schneider-Schelte. "Bitten Sie Verwandte, an einem Tag in der Woche auszuhelfen, und nutzen Sie diese Zeit für sich." Zudem könne man sich von ehrenamtlichen Helfern unterstützen lassen. Eine weitere Möglichkeit sei die Tagespflege. "Dort werden Erkrankte tagsüber betreut." 

Quelle: Das Patientenmagazin "HausArzt". 
"HausArzt" wird bundesweit in Hausarztpraxen an Patienten abgegeben.