Sonntag, 20. September 2015

Studienteilnehmer gesucht: Hilft Tango bei Parkinson

Wissenschaftliche Studie will Tango und Tai-Chi von Oktober bis Dezember in Dortmund vergleichen


Prof. Dr. med. Arndt Büssing
Foto:Private Universität Witten/Herdecke (UW/H)


Die Universität Witten/Herdecke und das Aktivzentrum Dortmund e.V. wollen im Rahmen einer kontrollierten Studie die Wirksamkeit von Tango Argentino bzw. Tai-Chi auf die Lebensqualität, das Gleichgewicht und die Beweglichkeit von Menschen mit Morbus Parkinson untersuchen. Dazu suchen sie Studienteilnehmer, die ab 21. bzw. 25. Oktober 2015 mittwochs oder sonntags bereit sind, an einem 10-wöchigen Kurs regelmäßig teilzunehmen. „Wir wissen aus bisherigen Studien, dass beide Angebote die Beweglichkeit verbessern“, erklärt Studienleiter Prof. Dr. med. Arndt Büssing den Ansatz. „Wir wollen nun herausfinden, welchen Beitrag die gemeinsam mit dem Partner ausgeführten Bewegungen haben – oder ob es alleine die langsam und bewusst geführten (meditativen) Bewegungen sind, welche die Lebensqualität verbessern können.“ 

Was müssen Interessenten tun?



Um die beiden Angebote miteinander in ihrer Wirksamkeit vergleichen zu können, müssen die zukünftigen Teilnehmer an zehn Terminen regelmäßig teilnehmen und dabei auch Fragebögen ausfüllen sowie mit Video-Aufnahmen für die anonym ausgewerteten Bewegungsanalysen einverstanden sein. Da beide Verfahren für wirksam erachtet werden, soll das Los  entscheiden, wer an dem Tango-Kurs und wer an dem Tai-Chi-Kurs teilnimmt. „Aus methodischen Gründen ist das leider notwendig. Wir bitten die Teilnehmer um die Offenheit, sich auf das eine oder andere einzulassen“, erklärt Prof. Büssing die Methodik. Dafür sind beide Angebote auch kostenlos und dürfen mit einem Partner (Ehepartner/in, Freundin/Freund, Angehörige/r) besucht werden. 

Um Anmeldung wird gebeten



Wer Interesse hat, meldet sich bitte im Institut für integrative Medizin der Universität Witten/Herdecke unter 0 23 30 62 36-10 oder -33 an.



Die Kurse finden im Aktivzentrum-Dortmund (neben dem Theater Fletch Bizzel), Humboldtstr. 45, 44137 Dortmund statt: Der Tango-Kurs sonntags vom 25.10.2015 bis 27.12.2015 von 15-16 Uhr, der Tai-Chi-Kurs mittwochs vom 21.10.2015 bis 23.12.2015 von 18:30-19:30 Uhr. Beide Kurse werden unter professioneller Anleitung einer Tangotherapie- bzw. Tai-Chi-Lehrerin durchgeführt.




Über die Universität Witten/Herdecke (UW/H):

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.100 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

www.uni-wh.de

Mittwoch, 16. September 2015

Expertentipps zum Thema "Gefährliche Folgen des Diabetes"

Kribbeln ist ein Warnsignal


Foto: djd/Wörwag Pharma/Colourbox
Wenn beide Füße kribbeln oder schmerzen, dann kann das gefährlich werden: Dahinter steckt oftmals eine Folgeerkrankung des Diabetes. Dr. Nadine Mattes, Diabetologin aus Stuttgart, weiß, warum davon besonders die Füße betroffen sind: "Die Nervenfasern, die in den Füßen enden, sind sehr lang. Daher bieten diese eine große "Angriffsfläche", wodurch sie meist zuerst geschädigt werden."

Darauf müssen Patienten achten


Menschen mit Diabetes müssen laut der Expertin "auf ihre Füße hören", Neuropathie-Symptome wahrnehmen und mit ihrem Arzt besprechen. 

Dazu gehören zum Beispiel trockene Haut, Hornhautschwielen, Schmerzen, Brennen, ein Gefühl von Taubheit oder wie "auf Watte zu laufen". Kribbeln die Füße oder ist ihr Empfinden für Wärme und Kälte vermindert, so sind dies weitere Warnzeichen. Dr. Mattes: "Patienten müssen zudem auf eine konsequente Fußpflege achten. Das bedeutet, die Füße je nach Bedarf einzucremen, Hornhaut entfernen zu lassen und gut passendes Schuhwerk zu tragen." Wunden sollten unbedingt dem Arzt gezeigt werden. 

So kann die Neuropathie behandelt werden


Jeden möglichen Hinweis auf eine Neuropathie sollten Betroffene ernst nehmen. Denn wie Dr. Alin Stirban, Diabetologe aus Remscheid, betont, sind die rechtzeitige Diagnose und Therapie wichtig, um bleibende Nervenschäden zu vermeiden. Um die Polyneuropathie zu stoppen, müsse der Arzt zunächst die Ursachen klären. Dazu zählen laut Dr. Stirban hohe Blutzuckerwerte, Vitaminmangel, erhöhte Blutfettwerte, mangelnde Bewegung, Alkoholkonsum, oder das Rauchen. Der erste Schritt der Therapie ist daher, diese Ursachen zu behandeln, indem man z.B. eine möglichst gute Blutzuckereinstellung anstrebt und weitere Risikofaktoren wie Rauchen und Alkoholkonsum meidet. Zusätzlich können rezeptfreie, vitaminähnliche Wirkstoffe wie das Benfotiamin hilfreich sein. Benfotiamin ist eine Vitamin-B1-Vorstufe, die der Körper besonders gut aufnimmt. Wie Studien zeigen, kann das Provitamin Neuropathie-Beschwerden wie Kribbeln, Brennen, Taubheit und Schmerzen in den Füßen lindern und gleichzeitig Nerven und Blutgefäße vor den schädlichen Auswirkungen des erhöhten Blutzuckers schützen. Starke Schmerzen können vom Arzt außerdem mit verschreibungspflichtigen Medikamenten behandelt werden. Diese Therapie müsse individuell für jeden Patienten ausgewählt werden, betonen die Experten.

Weitere Informationsquellen für Interessierte: 


Das Deutsche Diabetes-Zentrum informiert unter diabetes-heute.de ausführlich über Diabetes sowie unter dem Menüpunkt "Patientenfragen" auch über das Thema Begleit- und Folgeerkrankungen. 

Unter dzd-ev.de informiert das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung über die Krankheit, die Forschung und aktuelle Nachrichten rund um den Diabetes. 

Die Aufklärungsinitiative "Diabetes! Hören Sie auf Ihre Füße?" zur diabetischen Neuropathie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Diabetes und Interessierte über das Thema Diabetes und eine seiner häufigsten Folgeerkrankungen, die Neuropathie, zu informieren und die Früherkennung und rechtzeitige Behandlung zu fördern. Mehr dazu unter www.hoerensieaufihrefuesse.de.

Dienstag, 15. September 2015

Alzheimer Forschung Initiative hilft seit 20 Jahren mit kostenlosen Ratgebern und Broschüren

Zum Welt-Alzheimer-Tag am 21. September: Aufklärung über die Alzheimer-Krankheit ist wichtig


Foto:  „Alzheimer Forschung Initiative e.V.“
 „Irren ist menschlich. Alzheimer auch.“ – Deswegen klärt die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) seit ihrer Gründung 1995 mit kostenlosen Ratgebern und Broschüren über die Alzheimer-Krankheit auf. Bei rund 200.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist der Informationsbedarf riesengroß.

„Informationen über die Alzheimer-Krankheit können die Lebensqualität verbessern. Mit unserer Aufklärungsarbeit helfen wir, Menschen mit Alzheimer und ihren Angehörigen die Angst vor der Diagnose zu nehmen“, sagt AFI-Geschäftsführerin Oda Şanel. 

„Es ist von großer Bedeutung, Menschen mit Alzheimer anzunehmen und mit der Krankheit zu leben – als Betroffener, als pflegender Angehöriger, als Freund. Alzheimer ist in der Mitte unserer Gesellschaft und eine gesellschaftliche Herausforderung zugleich. Darum ist die Aufklärung über die Alzheimer-Krankheit auch so wichtig und ein zentrales Anliegen der Alzheimer Forschung Initiative“.

Ausgewählte Ratgeber und Broschüren der Alzheimer Forschung Initiative:

  • „Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzen“ ist ein Ratgeber, der die am häufigsten vorkommenden Formen der Demenz sowie Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten beschreibt.
  • „Diagnose-Verfahren bei Alzheimer“ behandelt die wichtigsten Untersuchungen beim Verdacht auf Alzheimer.
  • Der Ratgeber „Leben mit der Diagnose Alzheimer“ erläutert, was auf Menschen mit Alzheimer und ihr engstes Umfeld zukommen kann und gibt Tipps und Ratschläge, um diese Situationen zu meistern. Beleuchtet werden medizinische, therapeutische, pflegerische und finanzielle Aspekte.
Diese und zahlreiche weitere Informationsmaterialien können kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; per Internet auf www.alzheimer-forschung.de, Rubrik „Aufklärung & Ratgeber“, per E-Mail info@alzheimer-forschung.de oder unter der Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0.

Dank zahlreicher privater Spender konnte die AFI bisher 700.000 kostenlose Ratgeber und Broschüren an Interessierte und Betroffene versenden. Zusätzlich wurden bislang insgesamt 164 Forschungsaktivitäten engagierter Alzheimer-Forscher an deutschen Universitäten mit über 7 Millionen Euro unterstützt.

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.


Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Bis heute konnte die AFI 164 Forschungsaktivitäten mit über 7 Millionen Euro unterstützen und 700.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel, die Schirmherrschaft anlässlich des 20-jährigen Bestehens der AFI hat der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel übernommen.

AFI-Botschafterin Okka Gundel - Foto: Wolf R. Ussler