Dienstag, 5. Juni 2018

Krankenbesuch in der Klinik

Nicht auf die Bettkante setzen


Wort & Bild Verlag - HausArzt - PatientenMagazin
Fotograf: istock_Tommi

Wer im Krankenhaus frisch Operierte oder Tumorpatienten besucht, sollte dringend eine Reihe Vorsichtsmaßnahmen beachten - um die Patienten vor gefährlichen Keimen zu schützen. "Auch wenn gerade Angehörige gerne kuscheln und Küsse tauschen - verzichten Sie besser darauf", rät der Erfurter Chirurg und Krankenhaushygiene-Experte Dr. Roland Göb im Patientenmagazin "HausArzt". 

Eine Hand zu streicheln sei weitaus gefahrloser. "Niemand weiß, welche Keime er mit sich trägt, die dem Kranken gefährlich werden können." Gerade die mittlerweile weitverbreiteten multiresistenten Mikroorganismen schadeten dem gesunden Keimträger nicht, könnten bei Kranken aber zu schweren Infektionen führen. 

Die Besucher sollten sich dem Experten zufolge lieber auf einen Stuhl setzen als auf die Bettkante. "Dabei können Keime von der Kleidung übertragen und umgekehrt vom Patientenbett aufgenommen werden." 

Sehr wichtig sei die Handhygiene. "Im Eingangsbereich jeder Klinik gibt es Spender mit Desinfektionsmitteln. Verreiben Sie die Flüssigkeit auf den Fingern, in den Zwischenräumen und auf dem Handrücken - bis alles trocken ist." Auch Geländer, Fahrstuhlknöpfe und Türklinken könnten Keime übertragen. "Desinfizieren Sie sich daher im Zimmer erneut", so Göb. 

Alleiniges Händewaschen sei kontraproduktiv. "Das Wasser weicht die Haut auf und bietet so Keimen ein 'angenehmes Plätzchen'." 

Quelle: Das Patientenmagazin "HausArzt
Die Ausgabe 2/2018 wird bundesweit in Hausarztpraxen an Patienten abgegeben.

Mittwoch, 30. Mai 2018

Umgang mit Alzheimer-Patienten

Feste Abläufe helfen Patienten und Angehörigen



Bei der Alzheimer-Krankheit ist bereits in einem frühen Stadium das Kurzzeitgedächtnis betroffen. Deshalb hilft den Patienten das Festhalten an bekannten Handlungsroutinen und Abläufen.

Das empfiehlt die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) in ihrem kostenlosen Ratgeber „Leben mit der Diagnose Alzheimer“, der unter der Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0 oder www.alzheimer-forschung.de/diagnose-alzheimer bestellt werden kann.

Was für den Erkrankten in der Vergangenheit wichtig war, sollte so lange wie möglich in dieser Form aufrechterhalten werden. Denn feste Abläufe – zum Beispiel beim Anziehen – können das Gefühl für Sicherheit und Vertrauen stärken. „Menschen mit Alzheimer sollten ermutigt werden, sich selbst anzukleiden, so lange sie dazu in der Lage sind. 

Aber da die Wahl der Kleidung und die Reihenfolge beim Anziehen oft schwierig sind, sollten Angehörige die Kleidung vorher zurechtlegen“, empfiehlt die AFI in ihrem Ratgeber.

Komplexere Handlungen sollten möglichst in kleinen Schritten vorbereitet und umgesetzt werden, um nicht für Unruhe zu sorgen. Bei einem stufenweisen Vorgehen behält der Patient eher den Überblick über die Situation und Gefühle der Angst und Panik können vermieden werden. Das kann beispielsweise bei der Körperpflege helfen. Hier ist es das Beste, die Aufmerksamkeit immer auf die aktuelle Aufgabe zu richten.


Bestellinformation: Der Ratgeber „Leben mit der Diagnose Alzheimer“ kann bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0; Webseite: www.alzheimer-forschung.de/diagnose-alzheimer

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Bis heute konnte die AFI 230 Forschungsaktivitäten mit über 9,2 Millionen Euro unterstützen und rund 800.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

Montag, 28. Mai 2018

Heute beginnt der 12. Deutsche Seniorentag in Dortmund

Veranstalter erwartet 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer


© Klaus Görgen

Heute beginnt in den Westfalenhallen Dortmund der 12. Deutsche Seniorentag. Die Großveranstaltung wird von Bundespräsident FrankWalter Steinmeier als Schirmherr eröffnet. Auch die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey, und der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, haben ihr Kommen zugesagt. Vom 28. bis 30. Mai 2018 erwartet die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) mehr als 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 

Der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering sagte heute: „Es werden spannende und unterhaltsame Tage sein in Dortmund. Es geht um wichtige Herausforderungen und es geht um Lebensqualität im Älterwerden. Wir informieren, diskutieren und zeigen Handlungsbedarfe: Pflege, Generationenvertrag, altersgerechte Mobilität, Digitalisierung. Aber auf dem Deutschen Seniorentag wird auch gesungen und getanzt. Dreimal L: laufen, lernen, lachen. Darum geht es an drei Tagen in den Westfalenhallen Dortmund.“ 

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau erhofft sich wichtige Impulse vom Deutschen Seniorentag. Er sagte, die Stadt stelle sich seit Jahren der wachsenden Herausforderung einer älter werdenden Gesellschaft: „Schon 2004 bei der Arbeit für den Masterplan Wohnen wurde das Thema "Wohnen im Alter" von uns angegangen. Um die Lebensqualität zu verbessern, spielen inzwischen auch digitale Angebote eine Rolle." 

Über 200 Veranstaltungen an drei Tagen, prominente Gäste wie Marianne Koch und Eckart von Hirschhausen, zahlreiche Mitmach-Aktionen sowie Messestände auf über 10.000 qm bieten konkrete Anregungen für ein aktives, möglichst gesundes und selbstbestimmtes Älterwerden. Beim Publikumsdialog „Lebenswert alt werden in Nordrhein-Westfalen“ stellt sich Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales den Fragen der Besucherinnen und Besucher. 

Bei einem Besuch des Dortmunder Boxsport 20/50 e.V. warben Ullrich Sierau und Franz Müntefering dafür, im Alter aktiv zu werden, ob im Ehrenamt oder im Sport. Auf dem 12. Deutschen Seniorentag werden die Dortmunder Boxer zusammen mit vier weiteren Seniorensportgruppen mit dem Preis „Deutschlands coolste Seniorensportgruppe“ des Deutschen Olympischen Sportbundes ausgezeichnet. 

Der 12. Deutsche Seniorentag wird von der BAGSO und vielen ihrer Mitgliedsverbände veranstaltet. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NordrheinWestfalen und die Stadt Dortmund unterstützen die Großveranstaltung finanziell. Der Deutsche Seniorentag findet alle drei Jahre in einem anderen Bundesland statt. 

Weitere Informationen zum 12. Deutschen Seniorentag in Dortmund gibt es unter www.deutscher-seniorentag.de. Eintrittskarten können bis zum 27. Mai im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund erworben werden. Während der Veranstaltungstage sind Karten direkt an der Tageskasse in den Westfalenhallen Dortmund erhältlich. 

Über die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. 

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) ist das Dach von 117 Verbänden mit vielen Millionen Mitgliedern. Sie vertritt die Interessen älterer Menschen gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und setzt sich unter anderem für ein selbstbestimmtes Leben im Alter, eine umfassende gesellschaftliche Teilhabe Älterer und ein solidarisches Miteinander der Generationen ein.