Mittwoch, 2. November 2016

Mehr als jeder Vierte leidet unter Bluthochdruck

Bluthochdruck nicht auf die leichte Schulter nehmen




Immer mehr Menschen in Deutschland müssen wegen Bluthochdruck zum Arzt. Im Jahr 2014 bekamen 28,7 Prozent die Diagnose Hypertonie gestellt. Das sind gut neun Prozent mehr als im Jahr 2009, teilt die BARMER GEK anlässlich der Herzwochen vom 1. bis zum 30. November mit.

"Die Betroffenen sollten Bluthochdruck nicht auf die leichte Schulter nehmen, weil er zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann. Bei der Hypertonie ist eine frühzeitige Therapie nötig, um ernsthafte Folgeerkrankungen zu vermeiden", sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer GEK.

Bluthochdruck auf dem Vormarsch


Nach Barmer GEK-Auswertungen ist der Anteil der Hypertonie-Patienten über die Altersklassen hinweg gestiegen. Demnach bekamen im Jahr 2014 knapp 30 Prozent der Frauen und gut 34 Prozent der Männer zwischen 40 und 65 Jahren die Diagnose Bluthochdruck gestellt. Das sind sieben beziehungsweise 13 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor. Von den Frauen zwischen 65 und 80 Jahren waren im Jahr 2014 rund 67 Prozent und von den Männern 69,8 Prozent betroffen. Dies entspricht Steigerungen um knapp vier beziehungsweise sechs Prozent.

Check-up-Untersuchungen wahrnehmen


Für den Laien ist ein erhöhter Blutdruck schwer erkennbar, da er am Anfang nicht zu Beschwerden führt. Heftige Kopfschmerzen, Ohrensausen und Schwindel bis hin zu Nasenbluten können Anzeichen einer Blutdruckkrise sein. „Regelmäßig durchgeführte Check-up-Untersuchungen helfen, eine schleichende Blutdruckerkrankung rechtzeitig zu erkennen“, so Marschall.

Auf ein korrektes Blutdruckmessen kommt es an


Ein wichtiger Beitrag zur Behandlung der Krankheit ist die Selbstmessung des Blutdrucks. "Nur ein korrektes Messen des Blutdrucks liefert die richtigen Werte. Neben einer entspannten Sitzhaltung kommt es darauf an, den Arm immer in Herzhöhe zu positionieren, wenn man mit einer Manschette am Handgelenk misst", sagt Marschall. Andernfalls können die Messwerte zu hoch oder zu niedrig ausfallen. Bei der Messung am Oberarm ist darauf zu achten, dass die Manschette nicht zu breit ist, weil sie sonst zu niedrige Ergebnisse liefert.

Samstag, 29. Oktober 2016

Zeitumstellung bringt innere Uhr aus dem Rhythmus

Müdigkeit, Unwohlsein und Abgeschlagenheit möglich



Am 29. Oktober ist es wieder soweit. Die Uhr wird um eine Stunde auf die normale Zeit zurückgestellt – die Winterzeit beginnt. „Nicht jeder weiß die geschenkte Stunde zu schätzen, denn die Umstellung bringt den Biorhythmus des Menschen aus dem Takt“, weiß Franziska Becher von der IKK classic. Viele Menschen wachen dann morgens eher auf und werden abends früher müde. Müdigkeit, Unwohlsein und Abgeschlagenheit sind häufig die Folge. Besonders schwierig ist die notwendige Anpassung für Menschen, die bereits unter Schlafstörungen leiden. Auch ältere Menschen, Säuglinge und Kinder sind häufig betroffen. Da sich die Zeitumstellung direkt auf den Schlaf-Wach-Rhythmus auswirkt, braucht der Körper Zeit, um sich anzupassen. Nach einer Anpassungsphase von vier bis 14 Tagen, in der sich die innere Uhr und der äußere Tagesablauf aufeinander einpendeln, verschwinden die Auswirkungen der Zeitumstellung meist wieder.

Lichtverhältnisse ändern sich abrupt


Die Zeitumstellung kann vor allem unruhigen Schläfern Probleme bereiten. Franziska Becher rät, auf die innere Uhr zu hören und nicht krampfhaft im Bett zu bleiben. Der Körper sollte sich allmählich an die neue Zeit gewöhnen können. „Die Umstellung auf die Winterzeit ändert die Lichtverhältnisse abrupt“, erläutert Becher. Dabei ist das Tageslicht ein natürlicher und wichtiger Taktgeber für die innere Uhr des Menschen. Um sie zu regulieren, sollte man sich daher möglichst viel im Freien aufhalten. Besonders in der zweiten Tageshälfte bewirkt dies, dass man später müde wird. Wer nicht mehr mobil genug für einen Spaziergang sei, kann alternativ eine Weile am Fenster sitzen.

Alles eine halbe Stunde nach hinten verschieben


Franziska Becher empfiehlt die schrittweise Annäherung der Tagesstruktur an die Winterzeit: „Die regelmäßigen Uhrzeiten – wann ich aufstehe, esse und schlafen gehe – verschiebt man am besten eine halbe Stunde nach hinten.“ Dadurch gewöhnt sich der Körper langsam an den neuen Rhythmus. Hilfreich ist es auch, sich abends etwas vorzunehmen, zum Beispiel ein Treffen mit Freunden. Dann kommt man automatisch später ins Bett und kann am nächsten Morgen länger schlafen.

Freitag, 28. Oktober 2016

Berliner Ratgeber für Menschen mit Behinderung erschienen

16. Auflage des Ratgebers für die Jahre 2016 / 2017 jetzt erhältlich


Mit dem Berliner Ratgeber für Menschen mit Behinderung informiert das Versorgungsamt umfassend über die aktuelle Rechtslage, ihnen zustehende Leistungen und bestehende Hilfsangebote, die es ermöglichen, auch mit Behinderung aktiv am Leben teilhaben zu können. Der Ratgeber wird jedes Jahr aktualisiert und überarbeitet, um stets den aktuellen Stand wieder zu geben.

Nun ist die 16. Auflage des Ratgebers für die Jahre 2016/17 erschienen. Für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen hält er wichtige Informationen und Angebote zu verschiedenen Themen des Zusammenlebens in der Hauptstadt bereit. 

Die Informationen geben Orientierung im Alltag – von Arbeit und Beruf über Mobilität, Steuervorteile, Kinder- und Jugendhilfe bis hin zur Mediennutzung.

Für die neue Auflage wurde der Ratgeber übersichtlicher gestaltet und ist somit besser lesbar. Nach wie vor befasst sich der erste Teil umfassend mit dem Thema Schwerbehindertenrecht und Nachteilsausgleich, im zweiten Teil sind die vielfältige Hilfsangebote für Menschen mit Behinderung in Berlin aufgelistet.
Der Ratgeber ist erhältlich
  • im Kundencenter des Versorgungsamtes
  • in den Bürgerämtern der Bezirke
  • bei den Beauftragten für Menschen mit Behinderungen in den Bezirken
  • in den bezirklichen Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung
  • in den Sozialdiensten der Berliner Krankenhäuser
Für Menschen mit Sehbehinderung steht der Ratgeber wieder als Hörversion zur Verfügung. Dies wird durch die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) ermöglicht.

Bestellungen richten Sie bitte an:

Landesamt für Gesundheit und Soziales – Versorgungsamt / Kundencenter
Sächsische Str. 28, 10707 Berlin
Bürgertelefon: 115, Fax: 90229–60 95