Mittwoch, 3. August 2016

Smarte Haushaltshilfe für Senioren

Automationssysteme können gerade älteren Menschen wertvolle Dienste leisten


Foto: djd/somfy
Hausautomation kann älteren Menschen lästige Alltagspflichten abnehmen
und zudem die Sicherheit im Haus verbessern.

Hausautomationssysteme können älteren Menschen oder Personen mit körperlichen Einschränkungen gute Dienste leisten. Denn viele kleine, aber lästige Alltagstätigkeiten lassen sich dann an die Technik delegieren. Dazu gehört das Öffnen und Schließen der Rollläden, die Steuerung von Beleuchtungen rund ums Haus oder auch Alarm- und Sicherheitsfunktionen. "Senioren haben oft Angst, dass sie die Bedienung der Technik überfordern könnte", so Bauen-Wohnen-Fachautor Martin Schmidt von RGZ24.de. Da sich die Bedientechniken mit übersichtlichen Touchscreens erheblich weiterentwickelt hätten, sei dies heute aber kein Problem mehr.

Einfache Bedienung aller Funktionen


Wer mit dem Smartphone telefonieren kann, kommt in der Regel auch mit modernen Hausautomationssystemen klar. Einsteigersysteme wie "Connexoon" von Somfy etwa sind über Apps auf dem Smartphone zu bedienen. Übersichtlich gegliedert in die Hausbereiche Fenster, Terrasse und Zugang, muss sich der Nutzer nicht durch umfangreiche Menüs hangeln. Oberflächen und Bedienelemente sind "aufgeräumt" und selbsterklärend. Vieles lässt sich über die Zeitsteuerung automatisieren. Besonders interessant ist die Zusammenstellung verschiedener Funktionen zu sogenannten Szenarien. Dann können zum Beispiel auf einen Befehl hin Einfahrts- und Garagentor parallel öffnen, während gleichzeitig die Außenbeleuchtung anschaltet. Unter www.connexoon.de gibt es weitere Infos. Bei den Grundeinstellungen oder der Erstellung der Szenarien helfen sicherlich auch die technikaffinen Kinder oder Enkel gerne weiter.

Komfortfunktionen für jedes Lebensalter


Komfortabel sind automatisierte Funktionen im Haus aber nicht nur für Ältere. Wer schon mal bei der nächtlichen Rückkehr aus dem Winterurlaub mit vollem Reisegepäck und dicker Winterkleidung vor der Haustür alle Taschen nach dem Schlüssel durchsucht hat, der wird die Vorteile eines Hausautomationssystems zu schätzen wissen: Haustür und Garagentor lassen sich beispielsweise einfach per Touch öffnen - über das sogenannte Geofencing sogar vollautomatisch und ohne Nutzereingriff.

So erkennt das Haus, wenn sein Besitzer heimkommt


Unter Geofencing versteht man das Zusammenspiel eines Geoinformationssystems wie GPS mit einem Objekt, zum Beispiel einem Smartphone, und die Auslösung einer Aktion, wenn das Objekt ein bestimmtes Gebiet erreicht oder verlässt. Darüber kann ein Smart Home-System wie "Connexoon" von Somfy zum Beispiel erkennen, wenn sich sein Besitzer mit Smartphone in einen definierbaren Radius rund ums Haus bewegt, und dann automatisch das Garagentor öffnen, die Alarmanlage aus- und die Beleuchtung anschalten. Mehr Informationen dazu findet man unter www.connexoon.de.

Freitag, 29. Juli 2016

Hitzegefahren - 10 wichtige Tipps zum Schutz alter und pflegebedürftiger Menschen

Sommerhitze birgt Gesundheitsrisiken


Viel trinken - nicht nur für die Jugend wichtig

Heiße Sommertage sind für pflegebedürftige Menschen häufig anstrengend. Hitze belastet den Kreislauf und stört die natürliche Temperaturregulierung. An heißen Tagen ist es besonders wichtig, ausreichend zu trinken. Denn Flüssigkeitsmangel führt häufig zur sogenannten Hitzeerschöpfung oder im schlimmsten Fall zu einem lebensbedrohlichen Hitzschlag. Dieses Risiko haben vor allem alleinlebende Pflegebedürftige, da Unterstützung – wie regelmäßiges Anreichen von Getränken – fehlt. In solchen Fällen ist es dann besonders wichtig, dass sich Nachbarn oder Angehörige kümmern.

Vor diesem Hintergrund hat die Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) zehn wichtige Tipps zusammengestellt, um alte und pflegebedürftige Menschen vor Hitzegefahren zu schützen:

  • In der Regel sollte ein älterer Mensch täglich etwa 1,5 bis 2 Liter trinken. Bei bestimmten Erkrankungen (z. B. bei Herz- und Nierenerkrankungen) können andere, ärztlich verordnete Trinkmengen erforderlich sein. Sprechen Sie dazu mit dem Arzt. Führen Sie ein Trinkprotokoll, damit die aufgenommene Flüssigkeitsmenge kontrolliert werden kann.
  • Durch starkes Schwitzen steigt der Flüssigkeitsbedarf des Körpers. Oft haben alte Menschen kaum Durst. Deshalb ist es wichtig, immer wieder an das regelmäßige Trinken zu erinnern. Stündlich sollten ein bis zwei Gläser Flüssigkeit zur Verfügung stehen bzw. angeboten werden – je nachdem, welche Flüssigkeitsmenge der Arzt pro Tag verordnet hat.
  • Einige Medikamente beeinflussen den Wasserhaushalt oder die Anpassungsfähigkeit des Körpers bei Hitze und erhöhen das Risiko einer Hitzeerschöpfung und eines Hitzschlags. Zu den Medikamenten, die den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen, gehören unter anderem Entwässerungstabletten, Beruhigungstabletten und bestimmte Herzmedikamente. Fragen Sie den Hausarzt, ob die Medikamentendosis oder der Verabreichungszeitpunkt angepasst werden sollten.
  • Die Ernährung an die hohen Temperaturen angepasst werden. Beispielsweise bieten sich Wassermelonen, Apfelmus, Joghurt, Buttermilch und andere flüssigkeitsreiche, erfrischende und wenig gesüßte Speisen an. Als Hauptspeise sind leichte Gerichte wie Gemüse oder Fisch sinnvoll.
  • Räume sollten ausreichend belüftet oder gekühlt werden. Vermeiden Sie aber Zugluft. Es kann hilfreich sein, die Räume tagsüber mit Rolläden oder Vorhängen abzudunkeln.
  • Gegen Schwitzen können Sie luftdurchlässige Kleidung, leichte Bettwäsche, ein Laken als Zudecke und so wenige Kissen wie möglich verwenden. Das Kopfkissen sollte mit einem schweißsaugenden Frotteehandtuch bedeckt und häufig gewechselt werden.
  • Kalte Fußbäder oder kühle Kompressen auf der Stirn können gegen Überhitzung helfen. Auch Abreibungen mit einem lauwarmen oder leicht kühlen Waschlappen bieten sich an.
  • Bei großer Hitze sollte die Körpertemperatur des pflegebedürftigen Menschen mehrmals täglich kontrolliert werden. Bei Fieber muss die Flüssigkeitszufuhr erhöht werden: z. B. täglich mindestens 500 ml, wenn die Körpertemperatur von 37 auf 38 Grad steigt.
  • Sind Lippen und Mundschleimhaut trocken und kann der Pflegebedürftige kaum trinken, sollten sie regelmäßig mit einem feuchten Waschlappen befeuchtet werden. Angehörige sollten sich dann aber auch die korrekte Mundpflege von einer ausgebildeten Pflegekraft zeigen lassen.
  • Symptome wie Kreislaufschwäche, Benommenheit, Erbrechen, Unruhe oder Verwirrtheit können auf eine Überhitzung und erheblichen Flüssigkeitsmangel hinweisen. Verständigen Sie dann umgehend den Haus- oder ein Notarzt! Verständigen Sie den Arzt auch dann, wenn die Person kaum oder keine Flüssigkeit zu sich nimmt. Es kann sein, dass der Arzt eine Infusion zur Flüssigkeitsregulierung anlegt.

Montag, 25. Juli 2016

Neuer Pflegestützpunkt in Marzahn-Hellersdorf setzt auf Rundum-Beratung in der Pflege

Pflege- und Sozialberatung unter einem Dach vereint


Senator Mario Czaja
Foto: “© Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales”
In Berlin werden die Beratungsstrukturen für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige weiter gestärkt. Senator Mario Czaja hat heute gemeinsam mit der AOK Nordost, dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und dem Träger Albatros gGmbH einen neuen Pflegestützpunkt am Unfallkrankenhaus Berlin eröffnet. Die Anlaufstelle bietet Hilfesuchenden erstmals unterschiedliche Beratungsangebote rund um die häusliche Pflege aus einer Hand.

Der neue Pflegestützpunkt ist bereits der 35., der in Berlin eröffnet. Er vereint nicht nur mehrere Träger, sondern auch unterschiedliche Beraterprofessionen unter einem Dach, die allen Ratsuchenden kostenlos zur Verfügung stehen. Von Sozialleistungen über Besonderheiten von Menschen mit Behinderungen bis Wohnraumanpassung stehen Sozialarbeiterinnen und Pflegeberaterinnen als Spezialistinnen bereit.

Senator Czaja: „Dieser neue Pflegestützpunkt stellt eine Besonderheit und neue Qualität in der Entwicklung der Berliner Beratungslandschaft dar. Im Vorgriff auf das neue Pflegestärkungsgesetz wird hier schon praktisch gezeigt, wie sich unterschiedliche Beratungsangebote sinnvoll vernetzen lassen. Davon profitieren die Bürgerinnen und Bürger. Das Modellprojekt hat Vorbildcharakter, da es die Beratungskompetenzen der Kooperationspartner auf optimale Weise vereint. Durch diesen gemeinsamen Weg von Pflegekasse und Land Berlin können wir älteren und pflegebedürftigen Menschen in Berlin und ihren Angehörigen die bestmögliche Hilfe zukommen lassen, die sie für eine Versorgung in der eigenen Wohnung benötigen.“

Auch das Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost, Frank Ahrend, lobte die Zusammenarbeit: „Rund 115.000 Pflegebedürftige gibt es derzeit in Berlin. Mehr als die Hälfte von ihnen wird zu Hause von Angehörigen oder Freunden betreut. Für die AOK Nordost ist es besonders wichtig, diese Menschen im oftmals sehr fordernden Pflegealltag bestmöglich zu beraten und zu unterstützen. Mit dem heute eröffneten Modellstützpunkt erreichen wir dabei ein neues Niveau. Denn erstmals sind hier Pflege- und Sozialberatung unter einem Dach vereint. Gemeinsames Ziel ist es, so den Zugang zu den kommunalen Angeboten und Leistungen der Pflegekassen noch niedrigschwelliger zu gestalten.“

Der neue Pflegestützpunkt befindet sich im Gesundheitszentrum am Unfallkrankenhaus Berlin in der Warener Str. 7 in 12683 Berlin.

Die Berliner Pflegestützpunkte sind flächendeckend über das gesamte Stadtgebiet verteilt, in jedem Bezirk gibt es drei Anlaufstellen, die kostenlose Beratung rund um die Themen Pflege und Altern bieten.