Dienstag, 15. März 2016

Neuer Belastungstest für pflegende Angehörige

Die Siemens-Betriebskrankenkasse SBK stellte einen interaktiven Belastungstest für pflegende Angehörige vor


Siemens Betriebskrankenkasse SBK - Zentrale München
Foto: SBK

Wie eine aktuelle Auswertung der Siemens-Betriebskrankenkasse SBK zeigt, werden knapp 70 Prozent aller Pflegebedürftigen in Deutschland zu Hause gepflegt. Dies bedeutet eine enorme Belastung für die Angehörigen, die sie pflegen. 

Ein neuer Online-Belastungstest, entwickelt von der Volkssolidarität Berlin e.V. und der Töchter & Söhne GmbH, wird von der SBK unterstützt und soll dringend benötigte Hilfe bieten. 

Unterstützung für pflegende Angehörige

Der Belastungstest richtet sich an Pflegende, die mit dem Angebot ihren tatsächlichen Belastungsgrad herausfinden sowie schnell und kompakt Informationen zu Entlastungsmöglichkeiten im Pflegealltag finden wollen. Die Durchführung des Tests nimmt lediglich ein paar Minuten in Anspruch. 

Je nach Ergebnis werden die Teilnehmer auf unterschiedliche Hilfsangebote wie beispielsweise Beratung und Austausch mit anderen pflegenden Angehörigen, pflegerische Unterstützung und Hilfe im Alltag verwiesen. 

In den einzelnen Rubriken werden den Teilnehmern mögliche Anlaufstellen und hilfreiche Links aufgelistet. Dabei ist das Erkennen der eigenen Situation die Voraussetzung, um passende Handlungsstrategien zur Selbsthilfe zu entwickeln.

Angehörige erbringen teils über Jahre hinweg beachtliche Leistung


„Der Einsatz der pflegenden Angehörigen ist ein unendlich wertvoller Beitrag für unsere Gesellschaft. Diese beachtliche Leistung erbringen Angehörige teils über Jahre hinweg“, sagt André Lossin, Geschäftsführer der Berliner Volkssolidarität. 

Wie anstrengend die Betreuung eines pflegebedürftigen Angehörigen ist, weiß man auch bei der SBK. Die Krankenkasse hat das Selbsthilfeprojekt aus diesem Grund finanziell mit fast 30.000 Euro unterstützt: „Wir wissen, dass wir mit diesem Projekt eine Organisation unterstützen, die eine wichtige Rolle im Gesundheitswesen spielt. Die Betreuung eines pflegebedürftigen Menschen ist verantwortungsvoll und anstrengend und kann mit der Zeit an die Belastungsgrenzen führen“, sagt Sandra Deike, SBK-Fachsprecherin. „Je früher wir die Angehörigen erreichen, desto mehr können wir sie über Unterstützung und Hilfeleistungen informieren.“

Mehr Informationen über www.pflege-belastungstest.de.

Montag, 14. März 2016

AMSEL-InfoGuide gibt aktuellen Überblick über Aufklärungs- und Informationsmaterialien zur Multiplen Sklerose


Aktualisierte Auflage 2016/2017 ab sofort erhältlich


Cover InfoGuide_© AMSEL_2016

Was ist Multiple Sklerose (MS)? Wie verläuft die Krankheit? Welche Symptome treten auf? Was bedeutet die Erkrankung für eine Familie? Was kann helfen, den Alltag besser zu bestreiten? Der 'InfoGuide – Bausteine für Ihr MS-Wissen' nennt knapp 60 Broschüren, Infoblätter und eine Reihe multimedialer Angebote, die Antworten auf diese und weitere Fragen bieten. Erhältlich sind die themenspezifischen, laienverständlich von MS-Experten aufbereiteten Aufklärungs- und Informationsmaterialien für Erkrankte, Angehörige und Interessierte bei der AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V.



Der InfoGuide der AMSEL gibt einen kompakten Überblick über die aktuell verfügbaren, von AMSEL erarbeiteten und herausgegebenen gedruckten und digitalen Aufklärungs- und Informationsmaterialien. Die Broschüren, Informationsblätter und multimedialen Angebote sind nach Themenschwerpunkten sortiert, ihre Inhalte werden kurz und knapp vorgestellt. 

So kann jeder die für sich relevanten Ratgeber auswählen, online im Shop auf www.amsel.de/shop, per Post oder Fax bestellen. Die vielfältigen multimedialen Angebote zum Verständnis der Entstehung, Behandlung und Erforschung der MS, mit einem Rundgang in einer virtuellen MS-Klinik, einem Lernspiel sowie mit spielerischen Übungen zum Training kognitiver Fähigkeiten finden alle Interessierten auf www.amsel.de.

In der jetzt erschienenen Ausgabe des InfoGuide 2016/2017 sind auch alle für dieses Jahr geplanten Informationsbroschüren mit ihren voraussichtlichen Erscheinungsdaten aufgenommen.

Freitag, 11. März 2016

Diabetes: Vor dem Zuckermessen Hände waschen

Desinfektion der Fingerkuppe ist nicht notwendig




Wer Diabetes hat, muss vor dem Blutzuckermessen die Fingerkuppe nicht desinfizieren. "Gründliches Händewaschen genügt", erklärt die Frankfurter Diabetesberaterin Kornelia Rabanus im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". 

"Damit entfernen Sie Rückstände auf der Haut, die das Ergebnis beeinflussen könnten - etwa von einem Apfel, den Sie vorher gegessen haben." Die Hände sollten mit Seife gewaschen und anschließend sorgfältig getrocknet werden, so die Expertin. Denn Feuchtigkeit könne den Blutstropfen verdünnen und damit ebenfalls das Messergebnis verfälschen. 

"Wenn Sie die Finger mit Alkohol, Desinfektionsmittel oder einem antibakteriellen Tuch säubern, kann das zu einem falschen Messwert führen, besonders wenn das Desinfektionsmittel auch noch Duftstoffe enthält", sagt Rabanus. 

Wer aufs Desinfizieren nicht verzichten wolle, solle ein Produkt ohne Duftstoffe verwenden und danach 30 Sekunden warten, bis der Alkohol verdunstet und der Finger trocken sei.

Quelle: Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber"