Donnerstag, 10. September 2015

Wohin mit alten Medikamenten?

Umfrage: Jeder Vierte ist über Möglichkeiten der Entsorgung nicht informiert




Abgelaufene Tabletten, Tropfen und andere Arzneimittel stellen viele Bundesbürger vor Probleme.

Laut einer repräsentativen Umfrage des Gesundheitsportals „www.apotheken-umschau.de“ weiß jeder Vierte (25,1 Prozent) „gar nicht“, wie und wo er diese entsorgen soll. Wobei Männer hilfloser sind als Frauen. Von ihnen haben sogar drei von zehn (30,8 Prozent) keine Ahnung, was sie mit abgelaufenen Arzneimitteln tun sollen, bei den Frauen nur jede Fünfte (19,6 Prozent).

Medikamente gehören nicht in Toilette oder Spüle


Doch wie werden nun Medikamente richtig entsorgt? Dazu gibt es in Deutschland keine einheitliche Regelung. „Die Entsorgung von Medikamenten sollte in Absprache mit dem Apotheker erfolgen“, erklärt Apotheker Dr. Martin Allwang. „In den meisten Fällen ist der Hausmüll der richtige Ort für Arzneimittel.“ Wichtig: Auf keinen Fall gehören Medikamente – auch flüssige – in Toilette oder Spüle! Kläranlagen sind nicht darauf ausgelegt, Medikamente und ihre Wirkstoffe zu entfernen.

Mehr über die richtige Entsorgung von Arzneimitteln sowie viel Wissenswertes rund um das Thema Hausapotheke, erfahren Interessierte im Video „Das gehört in die Hausapotheke“ unter www.apotheken-umschau.de/Hausapotheke.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsportals „www.apotheken-umschau.de“, durchgeführt in persönlichen Interviews von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.025 Frauen und 984 Männern ab 14 Jahren.

Montag, 7. September 2015

Das Herz wird nicht dement

Expertin informiert am 16. September in Stuttgart: Wertschätzende Kommunikation statt Ungeduld




Wer an einer Demenz erkrankt und bei sich selbst erlebt, wie Schritt für Schritt Fähigkeiten verloren gehen, fühlt sich leicht wertlos. Betreuende Angehörige stehen dem oft hilflos gegenüber. Wie gelingt es ihnen, wertschätzend mit dem erkrankten Familienmitglied umzugehen, statt ungeduldig zu werden? Die Pädagogin und Psychotherapeutin Birgit Clemens gibt am Mittwoch, 16. September, ab 18 Uhr dazu Tipps und Anregungen. 

Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos


Zu dem Abend mit dem Thema „Das Herz wird nicht dement“ laden die Alzheimer-Beratung der Evangelischen Gesellschaft (eva) und die Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg in den Treffpunkt 50plus, Rotebühlplatz 28, ein. Willkommen sind neben Angehörigen und Betreuenden von Demenzkranken alle am Thema Interessierten. Der Eintritt ist kostenlos.

Für Menschen mit Demenz ist sehr wichtig, dass Angehörige verständnisvoll mit ihnen umgehen und sie ermutigen, statt sie zurechtzuweisen. Auch die Angehörigen selbst profitieren von einem vertrauensvollen Miteinander, es reduziert ihre Belastungen im Alltag. Birgit Clemens will an diesem Abend zeigen, wie eine geduldige, wertschätzende Kommunikation ein solches Vertrauen ermöglich. Die Pädagogin hat eine psychologische Beratungspraxis in Deggingen und bietet Fortbildungen für verschiedene Zielgruppen an. Über zwölf Jahre lang hat sie ein Alten- und Pflegeheim geleitet.

Freitag, 4. September 2015

Aktionstag pflegende Angehörige am 08. September

Große Mehrheit der Pflegebedürftigen wird ausschließlich durch Angehörige gepflegt


Foto: Techniker Krankenkasse
Wertschätzung ist ein Schlüsselthema in der Diskussion um die Zukunft der Pflege in Deutschland. Das gilt für Pflegeberufe und gleichermaßen auch für private Pflegepersonen, die sich um ein Familienmitglied kümmern. Letztere stehen am Dienstag auch im Mittelpunkt eines bundesweiten Aktionstages, der darauf aufmerksam machen will, was pflegende Angehörige leisten. 

Immerhin zeigt die Pflegestudie der Techniker Krankenkasse (TK), dass jeder Vierte (24 Prozent) von ihnen der Ansicht ist, dass seine Hilfe nicht anerkannt wird.

"Die Bedeutung dieser informellen Unterstützung ist derzeit erheblich. Sieben von zehn Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt, die große Mehrheit von ihnen ausschließlich durch Angehörige", erklärt Georg van Elst, Fachreferatsleiter Pflege bei der TK. Zwar geben in der TK-Studie drei von vier pflegenden Angehörigen (76 Prozent) an, dass die von ihnen geleistet Hilfe von anderen anerkannt wird. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass jedem vierten Wertschätzung fehlt.

Vielfach gilt Pflege nach wie vor als Frauensache


Dabei fällt auch ein deutlicher Unterschied zwischen Männern und Frauen auf: Während sich 78 Prozent der privat pflegenden Frauen anerkannt fühlt, sind es bei den Männern nur 67 Prozent. Georg van Elst: "Hier kommen wahrscheinlich noch tradierte Geschlechterrollen zum Tragen. Vielfach gilt Pflege nach wie vor als Frauensache." In der Praxis übernehmen in der Tat noch immer maßgeblich die Frauen die Pflege eines Familienmitgliedes (TK-Pflegestudie: 79 versus 21 Prozent). "Dann ist es natürlich besonders schade, wenn Männer weniger Anerkennung dafür erhalten, dass sie einen Angehörigen versorgen", so van Elst.