Samstag, 18. April 2015

Mehr Sicherheit und ein Stück Freiheit durch Rollatoren

KKH gibt Tipps, worauf beim Kauf zu achten ist

Foto: uschi dreiucker  / pixelio.de

Jahrelang galten Rollatoren als lästige Gehhilfen. Heute ist es für viele gehbehinderte sowie körperlich geschwächte Menschen kaum vorstellbar, sich ohne Gehwagen fortzubewegen. Wer damit liebäugelt, sich einen Rollator anzuschaffen oder seinen alten zu ersetzen, sollte beim Kauf einiges beachten.

Heiko Raber von der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Neunkirchen gibt Tipps für den Kauf der nützlichen Alltagshelfer

Gibt es den idealen Rollator für gehbehinderte und körperlich schwache Menschen?
Nein, jeder sollte einen Rollator nach seinem persönlichen Bedarf auswählen.
Warum? 
Nehmen wir das wichtige Kriterium Gewicht. Standard-Rollatoren wiegen um die 8,3 Kilo ohne sowie 9,1 Kilo mit Korb bzw. Tablett. Leichtgewicht-Rollatoren bringen dagegen nur circa 7,5 Kilo mit Korb bzw. Tablett auf die Waage, sind aber auch teurer. Muss der Rollator nicht getragen werden, zum Beispiel Treppenstufen hoch, ist das Gewicht weniger entscheidend als für jemanden, der im zweiten Stock wohnt.
Welche Eigenschaften sollte ein Rollator erfüllen?
Vor dem Kauf ist unbedingt zu prüfen, ob der Rollator kippsicher ist. Zudem sollte er leicht zusammenfaltbar sein, damit er schnell verstaubar und gut transportierbar ist. Probieren Sie verschiedene Modelle aus, insbesondere in Bezug auf Griff- und Sitzhöhe, testen Sie die Nutzungsmöglichkeiten und prüfen Sie, ob Sie sich mit dem Rollator wohl fühlen. 
Welche Zusatzausstattung ist sinnvoll?
Ein Rollator sollte nicht nur mit einer Handbremse ausgestattet sein, sondern auch mit einer Feststellbremse. Stock- oder Schirmhalter sowie ein Korb oder ein Netz für kleinere Einkäufe sind nützliches Zubehör. 
Auch ein Bordsteinheber kann sinnvoll sein, wenn im Wohnumfeld keine abgesenkten Bordsteine vorhanden sind. Dann lässt sich der Rollator leichter kippen. 
Eine Rückenlehne ist ein Plus für Nutzer, die auf ihrem Gehwagen regelmäßig sitzen möchten. Grundsätzlich kann ein Standardmodell ausreichen. Doch erhöhen Leichtgewichtigkeit, gute Falttechnik und Sonderzubehör den Komfort, auch wenn dafür tiefer in die Tasche zu greifen ist. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse nach einem eigenanteilsfreien Rollator sowie nach Sonderkonditionen für Ihre Wunschversorgung.
Haben Sie einen Rat für Menschen, die zu eitel sind, um einen Rollator zu benutzen?
Auf jeden Fall! Wer sich unsicher beim Gehen fühlt, verzichtet oftmals auf den Gang durch die Wohnung oder einen Spaziergang. Ein Rollator hilft, Ängste zu überwinden und sich selbstständig im Alltag fortzubewegen. Das verschafft Freiheit, Unabhängigkeit und fördert obendrein die Bewegung. Gehwagen eignen sich sogar für sportliche Aktivitäten wie Tanzen und Walken. 
Klären Sie mit Ihrem Arzt, ob ein Rollator notwendig ist, und lassen Sie sich dann in einem Sanitätshaus beraten.

Montag, 13. April 2015

Neuer Alzheimer-Ratgeber erhältlich

Leben mit der Diagnose Alzheimer

Foto: Alzheimer Forschung Initiative e.V.


Die Diagnose Alzheimer ist ein großer Einschnitt im Leben – sowohl für Menschen mit Alzheimer als auch für ihre Angehörigen. Mit dem neuen Ratgeber „Leben mit der Diagnose Alzheimer“ erläutert die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI), was auf Patienten und ihre Familien und Freunde zukommen kann und gibt Informationen und Ratschläge, um diese Situationen zu meistern.
Bei rund 200.000 Menschen wird in Deutschland jedes Jahr die Alzheimer-Krankheit diagnostiziert. Für jeden Einzelnen bringt die Diagnose Alzheimer viele Herausforderungen mit sich. Sie zu kennen, ist der erste Schritt, sich ihnen zu stellen. Deshalb beleuchtet der 76-seitige Ratgeber das Leben und den Umgang mit der Alzheimer-Krankheit aus verschiedenen Blickwinkeln.
Neben einem allgemeinen Überblick über die Alzheimer-Krankheit und gängigen Therapiemöglichkeiten, stehen wichtige Vorkehrungen im Mittelpunkt. Diese betreffen sowohl die Sicherheit in den eigenen vier Wänden als auch die rechtliche Vorsorge mit Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung. Anschließend werden die Leistungen der Pflegeversicherung sowie die Antragstellung erklärt.
Eine schwierige Frage, die mit Fortschreiten der Krankheit in vielen Familien zum Thema wird, ist die Pflegesituation: Hier werden Informationen zur häuslichen Pflege eines Alzheimer-Patienten und zur Heimunterbringung gegeben. Ein ganz zentraler Punkt nach der Diagnose Alzheimer ist neben dem Wohl der Patienten auch das Wohl der Angehörigen, das nicht vernachlässigt werden darf. Deshalb widmet sich der Ratgeber abschließend Hilfsmöglichkeiten für pflegende Angehörige und bietet weiterführende Adressen.
„Leben mit der Diagnose Alzheimer“ kann kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; per Internet auf www.alzheimer-forschung.de, Rubrik „Aufklärung & Ratgeber“, per E-Mail info@alzheimer-forschung.de oder unter der Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0.

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Bis heute konnte die AFI 160 Forschungsaktivitäten mit über 7 Millionen Euro unterstützen und 700.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

Freitag, 10. April 2015

Der 11. Deutsche Seniorentag 2015 in Frankfurt am Main

Information - Unterhaltung - Begegnung



„Gemeinsam in die Zukunft!“ lautet das Motto des 11. Deutschen Seniorentages, der vom 2. bis 4. Juli 2015 im Congress Center Messe in Frankfurt am Main stattfindet. Er ist die bundesweite Veranstaltung für Ältere und für Menschen, die bewusst und aktiv älter werden wollen.

Die Schirmherrschaft hat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel übernommen.


In rund 100 Veranstaltungen informieren und diskutieren Expertinnen und Experten aus den Bereichen Politik und Gesellschaft, Bildung und Engagement sowie Gesundheit und Leben über aktuelle seniorenpolitische Themen. 

Die Besucherinnen und Besucher sind zum Mitdiskutieren eingeladen. Mitmachangebote wie die „Aktive Mittagspause“ (Seniorentanz), Gedächtnistraining, ein Osteoporose- und ein Gesundheitsparcours sowie ein kulturelles Rahmenprogramm runden das Angebot ab.

Der 11. Deutsche Seniorentag wird begleitet von der Messe SenNova, die auf 10.000 m² eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen für die Zielgruppe 50plus präsentiert. Die SenNova bietet außerdem ein eigenes Bühnenprogramm an.
Highlights des 11. Deutschen Seniorentages 2015 sind
§   Festveranstaltung zur Eröffnung am 2. Juli 2015 mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
§   Ökumenischer Gottesdienst im Frankfurter Dom
§   TALK in Frankfurt „Gemeinsam in die Zukunft!“ u.a. mit Prof. Dr. Ursula Lehr, BAGSO-Vorsitzende, und der Parlamentarischen Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Elke Ferner
§   Großes Tanzfest mit Gruppen des Bundesverbands Seniorentanz aus dem ganzen Bundesgebiet
§   Eröffnung der Aktionswochen „Älterwerden in Frankfurt“ mit Podiumsgespräch und einem Markt der Möglichkeiten
Über das Motto
Mit dem Motto „Gemeinsam in die Zukunft!“ will der 11. Deutsche Seniorentag 2015 ein Zeichen setzen für mehr Gemeinschaft und Miteinander – zwischen Menschen verschiedener Generationen, unterschiedlicher Herkunft, zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung sowie Helfenden und Hilfsbedürftigen.

Die drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen betreffen uns alle. Wie wollen wir in der Zukunft leben? Wie wohnen und arbeiten? Welche Rolle wird das freiwillige Engagement spielen? Wie soll es weitergehen, beispielsweise bei der Alterssicherung, mit der Pflege? Welche Aufgaben müssen Bund, Länder und Kommunen übernehmen und was muss der Einzelne in Eigenverantwortung tun? Und wie können vor allem auf lokaler Ebene „sorgende Gemeinschaften“ entstehen und unterstützt werden?

Das Motto des 11. Deutschen Seniorentages 2015 versteht sich als Aufruf zu konstruktivem Handeln in Gesellschaft und Politik. Und es fordert alle auf, ihren Teil der Verantwortung zu übernehmen – für eine lebenswerte Zukunft!
Über die Deutschen Seniorentage
Die Deutschen Seniorentage werden alle drei Jahre – ähnlich wie die Kirchentage – jeweils an einem anderen Ort von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) veranstaltet. Sie bieten nicht nur etwas für diejenigen, die sich haupt- und ehrenamtlich in der Seniorenarbeit engagieren, sondern für alle, die sich Gedanken machen wie sie möglichst aktiv und gesund älter werden können, die sich mit Fragen der gesundheitlichen Vorsorge, des Wohnens sowie der Pflege von Angehörigen auseinandersetzen.

Im Vordergrund stehen Information, Unterhaltung und Begegnung.


Viele Mitmachangebote geben Gelegenheit, etwas für die körperliche und geistige Fitness zu tun. Ein kulturelles Rahmenprogramm ergänzt das vielfältige Angebot.
Das Programmheft kann ab April in der BAGSO-Geschäftsstelle unter dst@bagso.de und/oder Telefon 0228 / 24 99 93 0 angefordert werden.
Kontakt:
Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)
Bonngasse 10 . 53111 Bonn
Tel.: 0228 / 24 99 93 0
Fax: 0228 / 24 99 93 20
E-Mail: dst@bagso.de
www.bagso.de
www.deutscher-seniorentag.de
www.sennova.de